Öffnet eine externe Seite Link zur Startseite

Bundesamt für Naturschutz

Wollgras mit Hochmoorlandschaft im Frühjahr

Sandheiden mit Calluna und Empetrum nigrum (Dünen im Binnenland)

Trockene Sandheiden mit Calluna und Empetrum nigrum auf Dünen im Binnenland.

Natura 2000-Code
2320
Sprungmarke

Beschreibung

Zum Lebensraumtyp gehören trockene bis frische Heiden auf Binnendünen, die von Krähenbeere, meist in Verbindung mit Besenheide beherrscht werden. Es sind Halbkulturformationen, die durch Schafbeweidung, früher auch Plaggen oder durch Brand auf (weitgehend) entkalkten Sanden entstanden sind.

Sprungmarke

Verbreitung

Die Vorkommen der Krähenbeerheiden auf Binnendünen sind in Deutschland fast ganz auf das nordwestdeutsche Tiefland beschränkt mit einem Schwerpunkt in der Staader Geest.

Sprungmarke

Gefährdung

Hauptgefährdungsursachen der Krähenbeerheiden auf Binnendünen sind Nutzungsaufgabe (Sukzession), Aufforstung (meist mit Kiefer), Nährstoffeintrag, Freizeitnutzung und bei Konversion von militärischen Liegenschaften auch gewerbliche Nutzung (Überbauung u. a.).

Sprungmarke

Schutz

Eine Pflege oder extensive Nutzung der Krähenbeerheiden auf Binnendünen ist zwingend für ihren Erhalt erforderlich. Möglich ist eine extensive Schafbeweidung, alternativ gelegentliches Brennen oder Plaggen (nur kleinflächig möglich). Eine Offenhaltung durch militärische Nutzung kann ausreichend sein.

Sprungmarke

Kartierungshinweise

Kriterium zur Abgrenzung ist das dominante Auftreten von Empetrum nigrum auf Binnendünen. Kleinere ebene Bereiche, sowie kleinere Bereiche anderer Vegetation können in die Abgrenzung integriert werden. Damit sind auch kleinflächige Feuchtheiden der Dünentäler eingeschlossen.

Bestände mit einer Verbuschung oder Vergrasung bis maximal 40% können aufgenommen werden. Die Krähenbeerküstenheiden auf Geest (bei Cuxhaven) sind unter Lebensraumtyp 2140 einzuordnen.