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Bundesamt für Naturschutz

Waldgärten als langfristige, multifunktionale Flächennutzung im urbanen Raum

Landschaftsplanung
Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben
Waldgärten sind bereits in einigen Ländern Europas zumeist in ländlichen Regionen etabliert. Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, wird nunmehr auch für innerstädtische und suburbane Räume als neuartige Formen des Urban Gardening im deutschen Raum diskutiert. Es sollen dauerhafte Grünstrukturen in sub-/urbanen Räumen entwickelt werden, die durch eine naturnah ausgeprägte, fruchtende Baum- und Strauchschicht geprägt sind.
Bundesland
Berlin
Zuständiges Fachgebiet
Fachgebiet II 4.1 Landschaftplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich
Laufzeit
07/2018 – 12/2019 (Voruntersuchung)
Lage
Stadt Berlin
Finanzvolumen
202.000 €
Förderschwerpunkt
Ökologische Stadterneuerung stärken

Beschreibung

Waldgärten zeichnen sich durch eine strukturelle Ähnlichkeit zu naturnahen Wäldern aus, die durch eine Mehrschichtigkeit von vorwiegend obst- und nusstragenden Bäumen und Sträuchern, Bienenweide, sowie einer (Wild)Gemüse- und Kräuterschicht erreicht wird. Dadurch entfalten diese Grünstrukturen einen Mehrwert über die üblichen Funktionen von Grün- und Freiflächen hinaus (Erholung, Klimaanpassung etc.), indem sie einen „essbaren“ Nutzen erbringen.  
Eine hohe Artenvielfalt und dauerhafte Bodenbedeckung sind explizite Ziele. Zusätzliche Synergien werden durch die extensive Erzeugung von Nahrungsmitteln erreicht, die vor allem auf der Verbesserung ökologischer Funktionen und Kreisläufe basieren. Derartige Garten-Waldsysteme können die unterschiedlichsten (Nutzungs)anforderungen (bspw. Biologische Vielfalt, Naturschutz, Nahrungsproduktion, Erholung, Umweltbildung, „essbare Wildnis“) erfüllen. 

Eine Erprobung in verschiedenen urbanen Kontexten steht bislang aus. Im Rahmen der Voruntersuchung sollen daher unterschiedliche Ansätze im sub/-urbanen Räumen konkretisiert und mögliche Umsetzungsszenarien entwickelt werden. Die Voruntersuchung wird neben den Fragestellungen nach den Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt im urbanen Kontext durch diesen neuen Grünflächentypus auch soziale Fragestellungen, wie bürgerschaftliches Engagement, potenzielle Nutzergruppen etc. zum Gegenstand haben.

Projektträger

Universität Potsdam | Institut für Erd- und Umweltwissenschaften
Dr. Jennifer Schulz, Dr. Torsten Lipp
Karl-Liebknecht-Str. 24-25, 14476 Potsdam

Fördergeber

Bundesamt für Naturschutz

Kontakt im BfN

Jens Schiller
Stellvertretende Leitung FG II 4.1 Landschaftsplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich
0341 30977-125
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