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Bundesamt für Naturschutz

Waldgärten als langfristige, multifunktionale Flächennutzung im urbanen Raum

Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben
Landschaftsplanung
Waldgärten sind bereits in einigen Ländern Europas zumeist in ländlichen Regionen etabliert. Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, wird nunmehr auch für innerstädtische und suburbane Räume als neuartige Formen des Urban Gardening im deutschen Raum diskutiert. Es sollen dauerhafte Grünstrukturen in sub-/urbanen Räumen entwickelt werden, die durch eine naturnah ausgeprägte, fruchtende Baum- und Strauchschicht geprägt sind.
Programm
Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben
Förderschwerpunkt
Ökologische Stadterneuerung stärken
Bundesland
Berlin
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3518892001
Finanzvolumen (Bundesmittel)
202.000 Euro

Beschreibung

Waldgärten zeichnen sich durch eine strukturelle Ähnlichkeit zu naturnahen Wäldern aus, die durch eine Mehrschichtigkeit von vorwiegend obst- und nusstragenden Bäumen und Sträuchern, Bienenweide, sowie einer (Wild)Gemüse- und Kräuterschicht erreicht wird. Dadurch entfalten diese Grünstrukturen einen Mehrwert über die üblichen Funktionen von Grün- und Freiflächen hinaus (Erholung, Klimaanpassung etc.), indem sie einen „essbaren“ Nutzen erbringen.  
Eine hohe Artenvielfalt und dauerhafte Bodenbedeckung sind explizite Ziele. Zusätzliche Synergien werden durch die extensive Erzeugung von Nahrungsmitteln erreicht, die vor allem auf der Verbesserung ökologischer Funktionen und Kreisläufe basieren. Derartige Garten-Waldsysteme können die unterschiedlichsten (Nutzungs)anforderungen (bspw. Biologische Vielfalt, Naturschutz, Nahrungsproduktion, Erholung, Umweltbildung, „essbare Wildnis“) erfüllen. 

Eine Erprobung in verschiedenen urbanen Kontexten stand bislang aus. Im Rahmen der Voruntersuchung wurden daher unterschiedliche Ansätze im sub/-urbanen Räumen konkretisiert und mögliche Umsetzungsszenarien entwickelt. Die Voruntersuchung hatte neben den Fragestellungen nach den Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt im urbanen Kontext durch diesen neuen Grünflächentypus auch soziale Fragestellungen, wie bürgerschaftliches Engagement, potenzielle Nutzergruppen etc. zum Gegenstand.

Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt fortgeführt.

Projektleitung

Universität Potsdam

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 4.1 Landschaftsplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich
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