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Bundesamt für Naturschutz

Zukünftige Solar-Anlagen: Technologien, Auswirkungen, räumliche Steuerungsmöglichkeiten

Ressortforschungsplan
Erneuerbare Energien
Digitalisierung
Ziel dieses F+E Vorhabens war die Bewertung der verschiedenen technischen Entwicklungen in der Solarenergie und der sich daraus ergebenden Auswirkungen der verschiedenen Anlagentypen aus Naturschutzsicht. Auch räumliche Steuerungsinstrumente werden untersucht und bewertet.
Programm
Ressortforschungsplan
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3521860200
Finanzvolumen (Bundesmittel)
250.000 Euro

Beschreibung

In dem Vorhaben wurden die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Photovoltaiknutzungen untersucht. Dies umfasst eine Bewertungsmatrix für die ökologische Einschätzung von PV-Freiflächenanlagen unterschiedlicher Anlagentypen auf verschiedenen Flächennutzungen, eine Potenzialanalyse für Floating PV-Anlagen, rechtliche Empfehlungen, wie im Rahmen einer Privilegierung naturschutzfachliche Kriterien mit integriert werden könnten sowie eine Analyse, wie PV-Anlagenbetreibende planen die Anlagen nach Ende der Förderperiode weiter zu nutzen. Mit Blick auf die Vielzahl von Anlagentypen und der aktuellen Geschwindigkeit beim Anlagenzubau kommt der ökologischen Bewertung der Solaranlagen eine besondere Bedeutung zu.

Die für die Anwendung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung relevanten Sachverhalte und Zusammenhänge werden in dieser Studie aufgezeigt. Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit den als Standort zunehmend betroffenen landwirtschaftlichen Nutzungstypen Acker und Grünland, auch bezogen auf ihre jeweilige Bewirtschaftungsintensität. Eine Anlage auf einem durchschnittlich bewirtschafteten Ackerstandort mit geringem Biotopwert kann durch geeignete Maßnahmen im Bereich des jeweiligen Plangebietes weitgehend kompensiert werden, häufig allein schon durch das Etablieren eines dauerhaften und zumindest partiell artenreichen Grünlandbestandes. Im Einzelfall können jedoch zusätzlich Artenschutzbelange zu berücksichtigen sein. Eine deutliche Verbesserung erfordert dagegen weitergehende Biotopentwicklungsmaßnahmen im Sinne eines standortspezifisch festgelegten Ziel- und Maßnahmenkonzepts, das auch ein Pflegemanagement und ein Monitoring zur Nachweisführung umfasst. Angesichts einer Vielzahl geeigneter und weit weniger naturschutzrelevanter Standortalternativen sollten bestehende und insbesondere artenreiche Grünlandbiotope nicht als Standorte für Solarfreiflächenanlagen genutzt werden
 

Projektleitung

Bosch & Partner GmbH, Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Stiftung Umweltenergierecht, Solarpraxis Engineering GmbH

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 4.3 Naturschutz und Erneuerbare Energien
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