Bundesamt für Naturschutz

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Riesenhaie auf der Doggerbank gesichtet


Riesenhaie (Cetorhinus maximus) ernähren sich überwiegend von Zoo-Plankton. Foto: F. Graner
Riesenhaie (Cetorhinus maximus) auf der Doggerbank in der Nordsee

Riesenhai im deutschen Schutzgebiet Doggerbank gesichtet.

Ende Februar 2016 wurde während der regelmäßigen Monitoring-Zählflüge im deutschen Natura 2000-Schutzgebiet Doggerbank in der Nordsee ein Riesenhai (Cetorhinus maximus) gesichtet. Riesenhaie gehören zu den Planktonfressern. Sie können sehr weite Wanderungen unternehmen und folgen dabei auch jahreszeitlich bedingt den Planktonschwärmen. Die fisch- und planktonreiche Doggerbank scheint ein Anziehungspunkt für diese bis zu 12m lange faszinierende Haiart zu sein, denn hin und wieder konnten Wissenschaftler die Tiere dort schon beobachten. Die aktuelle Sichtung erfolgte im Rahmen des vom Bundesamt für Naturschutz beauftragten Monitorings. In diesem Fall waren Wissenschaftler/innen des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste während eines Zählfluges für Seevögel unterwegs, als sie den Riesenhai entdeckten.

Ökologisch besonders wertvolle Bereiche der Doggerbank sind als deutsches Natura 2000-Schutzgebiet ausgewiesen und sollen die marine Lebensvielfalt auf dieser einzigartigen, rund 18.000 qkm großen Sandbank sichern. Die Sichtung des Riesenhais belegt, wie wichtig Schutzmaßnahmen für diesen sensiblen Lebensraum sind.

Am 11. Juni 2016 wurde erneut bei einem Seevogel-Flugsurvey ein Riesenhai beobachtet, dieses Mal nordwestlich des Natura 2000-Schutzgebietes Sylter Außenriff.


Position der Riesenhaie, als sie von Wissenschaftler/innen beobachtet wurden.

Karte: Positionen der Riesenhaie als sie beobachtet wurden.