Bundesamt für Naturschutz

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Transkript des Videos zum Fehmarnbelt


Bis zu 3 m hohe Sandwälle bilden ein ungewöhnliches, aber für die Ostsee-Meerengen typisches Element des Schutzgebiets Fehmarnbelt, ein schmaler Meeresbereich von rund 280 km² Größe, den die EU bereits 2008 als Natura 2000-Gebiet anerkannt hat. Nun hat Deutschland es zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Fehmarnbelt ist eine bis zu 35 Meter tiefe Meerenge zwischen Deutschland und Dänemark, durch die etwa 70 % des Wasseraustausches zwischen Nord- und Ostsee erfolgt. Sie hat eine wichtige Vernetzungsfunktion als Wanderroute für viele Tierarten und für die Verbreitung von Kleinlebewesen und Fischlarven.

An den Rändern der Schifffahrtsroute hat der Fehmarnbelt für Seevogelarten wie beispielsweise Eiderenten eine wichtige Funktion als Rast- und Überwinterungsgebiet. Dabei nutzen die Meeresenten das reichhaltige Nahrungsangebot und tauchen hier nach verschiedenen Muschelarten.

Hier konnten eine durch zeitweise starke Strömungen aufgetürmte Sandbank mit ihren speziellen Lebensgemeinschaften und dicht bewachsenen Riffe nachgewiesen werden. Diese besonders schönen und am dichtesten besiedelten und artenreichsten Riffe der deutschen Ostsee sind bis in eine Tiefe von rund 20 Metern mit Großalgen bewachsen. Das Auftreten sensibler und langlebiger Arten weist auf konstant gute Umweltbedingungen hin. Viele Fischarten finden Lebensraum und Schutz zwischen den dicht verwobenen Gemeinschaften aus Rotalgen, Schwämmen, Seescheiden und Muscheln.

Den Fischreichtum des Gebietes nutzen auch Seehunde, die gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie Schutzstatus besitzen. Sie profitieren von der Vielfalt der hier geschützten Lebensraumtypen Sandbank und Riff mit ihren typischen Lebensgemeinschaften ebenso wie Schweinswale. Diese bedrohten Kleinwale durchziehen den Fehmarnbelt regelmäßig auf ihren Wanderungen und zur Nahrungssuche.