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Gymnocephalus baloni (Holčik & Hensel, 1974)

Donau-Kaulbarsch

bis 13 cm langer, barschartiger Fisch

EU-Code: 2555, Anh. II, IV

Rote Liste Deutschland: * (2009)


Verbreitung

In der EU kommt die Art nur in der Donau und einigen Nebenflüssen vor, wobei die exakte Verbreitung noch unbekannt ist. In Deutschland besiedelt der Donau-Kaulbarsch Abschnitte der Donau (bei Vilshofen) und deren unmittelbaren Nebenflüssen inklusive der Uferbereiche. I. d. R. ist Unterwasservegetation vorhanden.


Fortpflanzung/Biologie

Von April bis Mai wandern die laichbereiten Tiere in die Nebengewässer ein. Reich strukturierte Nebenarmabschnitte mit variierenden Strömungsgeschwindigkeiten stellen das bevorzugte Laichhabitat dar. Die Eier werden oberflächlich auf Stein und Kies abgelegt. Zuckmückenlarven- und puppen stellen die Hauptnahrung dar.


Gefährdung

Als Gefahr werden Veränderungen wie z. B. Dammbau und Fließgewässerbegradigung vermutet. Auch die Trennung der Altwässer vom Hauptstrom wirkt sich wahrscheinlich negativ aus, da dadurch potenzielle Laichgebiete nicht mehr erreicht werden können.


Schutz

Da die Gefährdungsursachen derzeit nahezu unbekannt sind, können keine Maßnahmen zum Schutz der Art vorgeschlagen werden. Generell sollten die Fließgewässer durchgängig passierbar sein. Auch geeignete Altarme sollten als potenzielle Laichgebiete an den Strom angebunden werden.


Literaturhinweis

verändert nach:
Steinmann, I. und Vischer-Leopold, M. (2005): Gymnocephalus baloni (Holèik & Hensel, 1974). In: Petersen, B. und Ellwanger, G. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 3: Arten der EU-Osterweiterung. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(3)

Letzte Änderung: 12.06.2019

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