Bundesamt für Naturschutz

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Tiere, Pflanzen und Pilze

Verbreitungszentren der Zeigerarten für naturnahe Lebensräume in Deutschland

Naturnahe Regionen befinden sich vor allem in Hoch- und Mittelgebirgen sowie den Küstenbereichen

Naturnahe Lebensräume wie beispielsweise Moore, Heiden und Trockenrasen sind insbesondere in den Hoch- und Mittelgebirgen sowie in Teilen der ostdeutschen und holsteinischen Seen und Küstenbereiche verbreitet. Mit Hilfe von charakteristischen Pflanzenarten können Regionen mit besonders vielen naturnahen Lebensräumen ermittelt und in Karten dargestellt werden.


Es gibt Pflanzenarten, die typisch für naturnahe Lebensräume wie Moore, Heiden oder Trockenrasen sind. Das gehäufte Vorkommen dieser sogenannten Zeigerarten weist auf Regionen mit einer Vielzahl naturnaher Lebensräume (naturnahe Vielfaltszentren) hin. Diese Gebiete umfassen beispielsweise die Hoch- und Mittelgebirgslagen, aber auch Teile der ostdeutschen und holsteinischen Seen und Küstenbereiche. Großflächig intensiv agrarisch genutzte Gebiete weisen dagegen – genauso wie die großen urbanen Ballungsräume – nur geringe Zahlen an Zeigerarten für naturnahe Lebensräume auf.
Die Verteilung der naturnahen Vielfaltszentren lässt sich mit den Daten der seit Jahrzehnten durchgeführten Kartierung der Gefäßpflanzen (Florenkartierung) als Karte darstellen. Dafür wird für die Kartierungsgrundfelder (Kartenblatt der TK25) jeweils der Anteil der Zeigerarten für naturnahe Lebensräume an der Gesamtzahl nachgewiesener Arten ermittelt.

Weiterführende Infos

FloraWeb (Informationen zu Wildpflanzen und Vegetation Deutschlands)