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Bundesamt für Naturschutz

Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund

Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Die biologische Vielfalt ist stark von der Zerschneidung und Verinselung von Lebensräumen betroffen. Das Schaffen eines Biotopverbunds zählt daher zu den wichtigen Aufgaben des Naturschutzes. Das Projekt Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund zielt darauf ab, bundesweit eine nachhaltige institutionelle Stärkung des Themas Biotopverbund auf kommunaler Ebene zu erreichen.
Bundesland
Bayern
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Laufzeit
01.08.2020 – 31.07.2024
Finanzvolumen
2.849.000 €
Förderschwerpunkt
Weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Strategie
Luftaufnahme der Vechte-Aue
Vechte-Aue im Landkreis Grafschaft Bentheim

Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund

Hintergrund

Die biologische Vielfalt ist stark von der Zerschneidung und Verinselung von Lebensräumen betroffen. Das Schaffen eines Biotopverbunds zählt daher zu den wichtigen Aufgaben des Naturschutzes. Das Projekt zielt darauf ab, bundesweit eine nachhaltige institutionelle Stärkung des Themas Biotopverbund auf kommunaler Ebene zu erreichen. Es sollen wertvolle und beispielhafte  Beiträge zur Umsetzung des bundesweiten und länderübergreifenden Biotopverbunds in Deutschland geleistet werden.

Projekt

Anthropogen beeinträchtigte Biotope aufwerten, Biotopverbünde stärken sowie Kommunen dafür sensibilisieren und begeistern, mitzumachen ‒ diesen Aufgaben stellt sich die Heinz Sielmann Stiftung zusammen mit den drei Verbundpartnern, dem Landschaftspflegeverband Rügen e.V., der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim und dem Landschaftspflegeverband Freising e.V.

Eine Informationskampagne gehört zu den wesentlichen Elementen des Projektes - mit einer umfangreichen, informativen und zielgruppengerechten Internetpräsenz, praxisorientierten Workshops für Kommunen sowie einem Handlungsleitfaden zur Implementierung des Themas Biotopverbund auf kommunaler Ebene. In diesem Rahmen sollen in drei Modellregionen (Mecklenburg-Vorpommern/ Insel Rügen, Niedersachsen/ Grafschafter Vechte und Dinkeltal, Bayern/ Freisinger Ampertal) Biotopaufwertungen und -verbindungen als Beispielprojekte zum Aufbau des bundesweiten Biotopverbunds umgesetzt werden. Die Ergebnisse der Modellregionen fließen auch in den Leitfaden, der bundesweit Anwendung finden wird.

Feuchtgebiete als Trittsteinbiotope

Der Verbundpartner Landschaftspflegeverband Rügen entwickelt im Rahmen des Projektes auf der Insel Rügen mehrere dorfnahe Kleingewässer möglichst naturnah. Die durch natürliche, aber auch anthropogenen Einflüsse verlandeten Gewässer sollen zum Beispiel durch Entschlammung oder Belüftung sowie eine naturnahe Gewässer- und Ufergestaltung ihre wichtige Habitatfunktion wiedererlangen. So entstehen Trittsteinbiotope, die vielen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten und die Ausbreitung oder Wanderung über weitere Strecken ermöglichen.

Die Biotopaufwertung im niedersächsischen Landkreis Grafschaft Bentheim erfolgt an den Überschwemmungsbereichen der Flüsse Dinkel und Vechte, um einen Biotopverbundkorridor entlang der Flüsse zu entwickeln. Um Akzeptanz für die Maßnahmen zu schaffen, werden diese durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Die dauerhafte Etablierung eines Runden Tisches mit regionalen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren als Gesprächs- und Handlungsplattform soll ein Modell für die Institutionalisierung der Biotopverbundthematik im ländlichen Raum sein.

Das Projektgebiet im oberbayerischen Landkreis Freising umfasst das Ampertal sowie das nördlich angrenzende Tertiärhügelland. Umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit vor Ort soll die kommunalen Entscheidungsträger, aber auch andere Akteure in der Modellregion für die Bedeutung des regionalen und bundesweiten Biotopverbunds sensibilisieren. Das Wiesenbrütergebiet Thonstetten hat in den letzten 20 Jahren zu Gunsten von Ackerflächen stark an Biotopqualität eingebüßt. Biotopmaßnahmen und eine Extensivbeweidung mit Wasserbüffeln sollen hier die Wertigkeit des Gebiets steigern und einen wichtigen Beitrag zum Biotopverbund im Ampertal leisten. 

Die Maßnahmen sollen einen Modellcharakter entfalten und eine Multiplikatorwirkung bei weiteren Kommunen vor Ort wie auch bundesweit bewirken. Zusätzlich soll die bundesweite Informationskampagne auf andere Naturschutzprojekte wirken und für das Thema Biotopverbund sensibilisieren.

Projektträgerschaft

Heinz Sielmann Stiftung
Dr. Katharina Wolf und Dr. Johannes Heinze
Dyrotzer Ring 4, 14641 Wustermark OT Elstal
05527 914432 o. 05527 914439
Landschaftspflegeverband Rügen e.V.
Industriestr. 10, 18528 Bergen auf Rügen
Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim
Van-Delden-Str. 1-7, 48529 Nordhorn
Landschaftspflegeverband Freising e.V.
Landshuter Str. 31a, 85356 Freising

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) sowie Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, Ostseestiftung, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Bayerischer Naturschutzfonds

Kontakt

Programmbüro Bundesprogramm Biologische Vielfalt
0228 3821-1809
0228 3821-1440
Heinrich-Konen-Str. 1, 53227 Bonn
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