Bundesamt für Naturschutz

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Analyse der Gefährdungsursachen der Rote-Liste-Arten

F+E Vorhaben "Erfassung, Dokumentation und Analyse der Gefährdungsursachen von Tieren, Pflanzen und Pilzen als Beitrag zur Bewertung des 2020-Ziels der Nationalen Biodiversitätstrategie

Das Projekt "Erfassung, Dokumentation und Analyse der Gefährdungsursachen von Tieren, Pflanzen und Pilzen als Beitrag zur Bewertung des 2020-Ziels der Nationalen Biodiversitätsstrategie" führt seit Dezember 2018 führt die Abteilung Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück im Auftrag und unter fachlicher Begleitung durch das BfN, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderte Projekt durch. Nach einer Vorbereitungsphase werden in einer standardisierten Expertenbefragung von Ende 2019 bis Ende 2020 erstmals Artengruppen übergreifend die zentralen Gefährdungsursachen für den deutschlandweiten Rückgang von Tieren, Pflanzen und Pilzen der Roten Liste ermittelt.

 

Ziele des F+E-Vorhabens

Eine standardisierte und Artengruppen übergreifende Analyse der Gefährdungsursachen ist eine wesentliche Bewertungsgrundlage für die Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes, zunächst im Rahmen der dort auf die Artenvielfalt bezogenen Zielstellungen, aber weitergehend auch bei der Verankerung dieser Ziele in anderen Politikbereichen. Die Gefährdungsursachenanalyse (GUA) ist weiterhin Voraussetzung, um wirksame Schutz- und Hilfsmaßnahmen für gefährdete Arten zu identifizieren und umzusetzen und ist wichtige Datengrundlage und Argumentationshilfe bei künftigen politischen Entscheidungen und Prioritätensetzungen. Sie wird in verschiedenen nationalen Berichten zur Biodiversität u.a. im Rahmen der CBD als Grundlage verwendet.

 

In die Gefährdungsursachenanalyse werden zahlreiche Fachleute der einzelnen Artengruppen eingebunden. Aufbauend auf den aktuellen Roten Listen gefährdeter Arten Deutschlands werden die Gefährdungsursachen nach standardisierter Methode erhoben. Durch den umfassenden, artengruppenübergreifenden Ansatz sollen die Voraussetzungen für übergreifende Aussagen zur Artenvielfalt geschaffen werden. Eine einheitliche, standardisierte Methodik soll die Vergleichbarkeit, die Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Bewertungen gewährleisten. Als Grundlage für naturschutzfachliche Bewertungen in der Planungspraxis sowie  für die Ableitung von Empfehlungen zu konkreten, zielgerichteten Hilfs- und Schutzmaßnahmen, Strategien, Aktionsplänen und Programmen des Naturschutzes sollen gleichzeitig spezifische Auswertungen hinsichtlich Gefährdungsgrad, ökologischen Anspruchsgruppen und Verursacherkomplexen ermöglicht werden, zugleich aber auch artspezifische Daten zur Verfügung stehen.