Bundesamt für Naturschutz

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Nationaler Vogelschutzbericht 2019 gemäß Art. 12 Vogelschutz-Richtlinie

Bewertung der Erhaltungszustände nach Gruppen

Übersicht der Ergebnisse

Allgemeiner Berichtsteil, Berichte zu Arten inklusive Verbreitungskarten

Vollständige Berichtsdaten 2019

Hintergrund

Der vorliegende Nationale Bericht 2019 nach Art.12 der Vogelschutzrichtlinie (VRL) umfasst den Berichtszeitraum 2013-2018 und enthält zum zweiten Mal seit dem nationalen Bericht 2013 umfassende Angaben zu den heimischen Vogelarten. Dazu gehören Informationen zur Umsetzung der Vogelschutz-Richtlinie in Deutschland und zum Management von Vogelschutzgebieten, Angaben zu Populationsgrößen und zur Verbreitung der Vogelarten sowie deren Trends. Für die sogenannten Triggerarten, das sind Vogelarten, die Anlass für die Schutzgebietsausweisung  nach Art. 4, Abs.1 und 2 (VRL) waren, sind zusätzliche Angaben zu Beeinträchtigungen und Gefährdungen sowie Erhaltungsmaßnahmen an die EU zu übermitteln, ergänzt durch Angaben zu Beständen und Trends in den Vogelschutzgebieten. Für die jagdbaren Arten des Anhangs II (VRL) waren im Bericht 2019 erstmals auch Angaben zur Jagd erforderlich.

Die Vogelarten werden entsprechend der Saison, in der sie in Deutschland auftreten, in Brutvögel, Überwinterer und Durchzügler differenziert. Daher kann es vorkommen, dass es von einer Vogelart bis zu drei Einzelberichte gibt. Insgesamt besteht der nationale Vogelschutzbericht 2019 aus 353 „Berichtseinheiten“, davon entfallen 251 Einzelberichte auf  Brutvogelarten, 68 Einzelberichte auf überwinternde Vogelarten und 34 Einzelberichte auf durchziehende Vogelarten. Verbreitungskarten liegen nur für die Brutvogelarten vor. Im Gegensatz zur FFH-Richtlinie beziehen sich alle Angaben auf Deutschland insgesamt, da für die Vogelschutz-Richtlinie keine biogeographischen Regionen unterschieden werden.

Für die Berichtserstellung wurden Daten aus dem bundesweiten Vogelmonitoring, Daten der Landesfachbehörden sowie von nicht-staatlichen Fachverbänden und dem BfN aus der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) verwendet und vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), dem Planungsbüro für Angewandten Naturschutz (PAN) München und dem BfN bundesweit zusammengestellt und aufbereitet. Nach Abstimmung mit den Ländern wurde der Vogelschutzbericht an die Europäische Kommission übermittelt.

Der Vogelschutzbericht wird wie der Bericht nach Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (nationaler FFH-Bericht) alle 6 Jahre an die EU-Kommission übermittelt und dient zur Überprüfung der Umsetzung der Vogelschutzrichtlinie und ihrer Erfolge. In Anpassung an den Berichtszeitraum  des FFH- Berichtes gibt es seit Juni 2019 eine neue EU-Verordnung (EU 2019/1010/ Art.5), die den Wechsel auf den 6-jährigen Turnus verbindlich vorschreibt und die Angleichung des Berichtsformats an das Berichtsformat des FFH-Berichtes sowie die Festlegung der Berichtsinhalte umfasst.

Die Methodik zur Erstellung des Vogelschutzberichtes 2019 wurde seit dem letzten Bericht vor 6 Jahren bereits weiter an die Methodik des FFH-Berichtes angepasst und ist durch ein EU-einheitliches Berichtsformat vorgegeben (Berichtsformat).   

Im Gegensatz zum Nationalen FFH-Bericht gibt es beim Vogelschutzbericht  keine nationale Bewertung des Erhaltungszustandes. Die wichtigsten Inhalte zum Zustand der Vogelarten sind die Angaben  von Populationsgröße und Verbreitungsgebiet und deren kurzfristigen Trends (über einen Zeitraum von 12 Jahren) und langfristigen Trends (ab 1980, derzeit über einen Zeitraum von 36 Jahren). Für die Triggerarten (siehe oben) sind zusätzlich auch die Kurzzeittrends  der Populations-größe innerhalb der  Vogelschutzgebiete anzugeben. Damit sind Aussagen zum Zustand und zur Entwicklung der Vogelbestände und Vergleiche mit den Berichtsergebnissen des Vogelschutzberichtes 2013 möglich.

Nach einer Bundesressortabstimmung konnte der Nationale Bericht nach Art. 12 der Vogelschutz-richtlinie fristgerecht am 30.07.2019 an die Europäische Kommission übermittelt werden. Nach Bearbeitung des anschließenden Prüfberichtes des ETC/BD und der EU-Kommission wurde der Vogelschutzbericht mit wenigen Korrekturen am 31.10.2019 abschließend an die EU-Kommission übermittelt (Elektronische Berichtsübermittlung und Gemeinschaftsbericht).

Aus den nationalen Vogelschutzberichten der Mitgliedsstaaten wird von der EU-Kommission zusammen mit den Ergebnissen des FFH-Berichtes ein europaweiter Bericht zum Zustand der Natur erstellt (State of Nature Report), der im Herbst 2020 veröffentlicht werden soll. (Gemeinschaftsbericht)

Letzte Änderung: 12.12.2019

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