Bundesamt für Naturschutz

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Förderprogramm Auen


Blick auf die alte Elbe bei Kliecken

Die im "Förderprogramm Auen" des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ geförderten Projekte sollen dazu beitragen, die Flussauen an Bundeswasserstraßen als Zentren der biologischen Vielfalt und als Achsen des Biotopverbundes naturnah zu entwickeln.

Für das Förderprogramm Auen werden im Haushalt des Bundesumweltministeriums für das Jahr 2019 finanzielle Mittel in Höhe von 4 Millionen Euro bereitgestellt. Für die Jahre 2020 bis 2022 bestehen  Verpflichtungsermächtigungen von insgesamt 16 Millionen Euro. Die Fördermodalitäten werden in den „Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen im Rahmen des Bundesprogramms Blaues Band Deutschland (Förderprogramm Auen)“ geregelt. Die Förderrichtlinien sind am 1. Februar 2019 in Kraft getreten.


Förderumfang und -dauer

Gefördert werden können natürliche oder juristische Personen oder Personenvereinigungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland. Dazu zählen beispielsweise Verbände, Stiftungen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände. Grundsätzlich finanziert der Bund  maximal bis zu 75 % der Gesamtkosten eines Vorhabens. Vom Zuwendungsempfänger wird ein angemessener Eigenanteil gefordert. Der restliche Betrag kann von Drittmittelgebern (z.B. Bundesländern) bereitgestellt werden. Die dauerhafte Einbringung von Flächen kann auf den Eigenanteil bzw. Drittmittelanteil angerechnet werden. Die Vorhaben sollen spätestens 10 Jahre nach der Bewilligung abgeschlossen sein.

Kulisse

Ihr Projektvorschlag kann als BBD-Projekt angenommen bzw. gefördert werden, wenn er innerhalb der Kulisse des BBD liegt.

Beitrag zur Zielerreichung

Ihr Projektvorschlag muss so ausgerichtet sein, dass dessen Umsetzung einen Beitrag zur Zielerreichung des BBD leistet. Projektbestandteile, die sich auf andere als die BBD-Ziele beziehen, können nicht berücksichtigt werden.

Die im Förderprogramm Auen geförderten Maßnahmen sollen dazu beitragen, bis zum Jahr 2050 einen Biotopverbund von nationaler Bedeutung entlang der Bundeswasserstraßen zu entwickeln und Fluss, Ufer und Aue funktional wieder miteinander zu vernetzen. Dafür soll sich der Auenzustand an 20 Prozent der Bundeswasserstraßen um mindestens eine Zustandsklasse verbessern und nicht mehr benötigte Infrastrukturen der Bundeswasserstraßen sollen in Verbindung mit Renaturierungsmaßnahmen rück- oder naturnah umgebaut sein. Ziel ist die Verbesserung des Zustands und die Vergrößerung der Bestände wasser- und auengebundener Arten und ihrer Lebensräume.

Vereinbarkeit mit verkehrlicher Nutzung

Die Bundeswasserstraßen sind wertvolle Lebensräume und gleichzeitig wichtige Verkehrsträger. Ihr Projekt muss daher mit den vorgesehenen schifffahrtlichen Nutzungen vereinbar sein.

weitere Kriterien

Ein wesentlicher Teil der Maßnahmen im BBD, die sich auf die Gewässer und das Ufer beziehen, wird durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) durchgeführt. Um im BBD Fluss, Ufer und Aue möglichst ganzheitlich zu entwickeln, werden im Förderprogramm Auen Vorhaben bevorzugt gefördert, die mit BBD-Maßnahmen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung verbunden sind.

Darüber hinaus gibt es weitere Kriterien, die bei der Bewertung eines Projektes berücksichtigt werden, wie z.B:

  • die Einbindung in ggf. bestehende Konzepte zur Entwicklung einer Bundeswasserstraßen oder eines Bundeswasserstraßenabschnitts oder der Beitrag zur Erarbeitung eines solchen
  • die Flächenverfügbarkeit
  • die Einbeziehung gesellschaftlicher Akteursgruppen
  • die sich aus der Projektumsetzung ergebenden Folgeverpflichtungen
  • das Vorliegen von Machbarkeitsstudien, Voruntersuchungen oder Planungsansätzen
  • Beiträge zu mehreren Zielstellungen des BBD bzw. gewünschte Synergieeffekte (z.B. mit Freizeit & Erholung, Hochwasserschutz oder Artenschutz)

Antragsverfahren

Um eine Förderung im Förderprogramm Auen zu beantragen, ist zunächst eine Projektskizze unter Verwendung der Mustergliederung und des Musterfinanzierungsplans per E-Mail hier einzureichen.

Zur Entscheidung, ob Ihr Vorhaben im Rahmen des BBD umgesetzt werden kann, ist im Anschluss ein zweistufiges Verfahren vorgesehen:

Stufe 1)

Die eingereichte Projektskizze wird formal auf ihre grundsätzliche Umsetzbarkeit bzw. Förderfähigkeit geprüft und fachlich bewertet. Danach entscheiden BMU und BMVI im Rahmen einer interministeriellen Arbeitsgruppe (IMA) über deren Aufnahme in das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“. Bei einem positiven Votum folgt Stufe 2.

Stufe 2)

Sie erhalten vom BfN eine Aufforderung die Projektskizze zu einem Projektantrag auszuarbeiten. Dieser ist mit den zuständigen Bundes- und Landesbehörden abzustimmen. Der finale Formantrag ist, zusammen mit einer ausführlichen Vorhabensbeschreibung, im elektronischen Antrags- und Angebotssystem des Bundes (easy-Online) einzureichen. 

Zugang zu easy-Online 

Hilfefunktion (FAQ und Anleitung zu easy-Online)

Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen erhalten Sie vom BfN eine Rückmeldung zum Stand der Bearbeitung und zum weiteren Vorgehen. Gegebenenfalls wird das BfN weitere Konkretisierungen oder Änderungen anfordern.

Voraussetzung für die Bewilligung von Fördermitteln ist ein positives Prüfergebnis aller eingereichten Unterlagen.

Ansprechpartner

Bei Fragen zum BBD kontaktieren Sie uns unter:  info@blaues-band.bund.de

Bei Fragen zum Förderprogramm Auen können Sie außerdem die folgenden Ansprechpartner beim BfN kontaktieren:

Herr Timo Riecker
Tel.: 0228-8491 1847

Frau Dr. Stephanie Ritz
Tel.: 0228-8491 1843

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Letzte Änderung: 21.02.2019

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