Grimma-Wurzener Porphyrhügelland

Bundesland
Sachsen
Landschaftsgroßeinheit
Norddeutsches Tiefland
Landschaftstyp
3.7 Gehölz- bzw. waldreiche ackergeprägte Kulturlandschaft
Landschafts-ID
46500
Fläche in km²
590 km2

Beschreibung
Die pleistozänen glazialen und glaziofluvialen Ablagerungen der Elster- und Saale-Vereisung, die flachwellige von den Flussläufen zerschnittene Platten mit Höhen von 130 bis 160 m ü. NN ausbilden, werden von Durchragungen des Grundgebirges unterbrochen. Dabei handelt es sich um verschiedene Porphyrvarietäten und - tuffe, die zum Nordsächsischen Vulkanitbecken zählen und als Einzelerhebungen wie die Hohburger Berge (240 m ü. NN), Hügelreihen und flache Plateaus wie die Porphyrplatte des Wermsdorfer Forstes in Erscheinung treten. Der Collmberg (312 m ü. NN) am Ostrand des Wermsdorfer Forstes wird allerdings durch quarzitische Grauwacken aufgebaut. Die landwirtschaftliche Nutzung des Gebietes, das von einer geringmächtigen Sandlössschicht bedeckt ist, konzentriert sich auf die Pleistozänplatten. Größere zusammenhängende Wälder, bei denen es sich meist um Nadelforsten handelt, sind auf die porphyrischen Durchragungen beschränkt.
Die porphyrischen Durchragungen mit ihren für die Landwirtschaft ungeeigneten skelettreichen Höhen und nassen Hohlformen werden forstlich genutzt, wobei nach anfänglicher Fichtenmonokultur die Sekundärbewaldung zu Mischwäldern umstrukturiert wird. Aufgrund der geringen Jahresniederschläge wird vielerorts bewässert.
Bei Wermsdorf liegt das EU-Vogelschutzgebiet "Wermsdorfer Teich- und Waldgebiet", ein bedeutendes Brutgebiet von Vogelarten der Wälder, der strukturreichen Ackerlandschaft und der Teiche. Es ist weiterhin ein bedeutendes Nahrungs- und Rastgebiet für Wasservogelarten, insbesondere während des Durchzuges" Die sekundären, von Fichten dominierten Mischwälder der Grundgesteinsplatten und Hügelreihen wie der Wermsdorfer Forst, die Gebiete bei Hohburg, südwestlich und östlich von Brandis und westlich von Colditz sind als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen, in denen sich auch mehrere Naturschutzgebiete finden. Auf den dominierenden staunassen Standorten ist ein Stieleichen-Hainbuchen-Wald als natürliche Vegetation anzusehen, während auf den trockeneren Bereichen Traubeneichen-Hainbuchen-Wälder zu erwarten sind.
Die porphyrischen Durchragungen mit ihren für die Landwirtschaft ungeeigneten skelettreichen Höhen und nassen Hohlformen werden forstlich genutzt, wobei nach anfänglicher Fichtenmonokultur die Sekundärbewaldung zu Mischwäldern umstrukturiert wird. Aufgrund der geringen Jahresniederschläge wird vielerorts bewässert.
Bei Wermsdorf liegt das EU-Vogelschutzgebiet "Wermsdorfer Teich- und Waldgebiet", ein bedeutendes Brutgebiet von Vogelarten der Wälder, der strukturreichen Ackerlandschaft und der Teiche. Es ist weiterhin ein bedeutendes Nahrungs- und Rastgebiet für Wasservogelarten, insbesondere während des Durchzuges" Die sekundären, von Fichten dominierten Mischwälder der Grundgesteinsplatten und Hügelreihen wie der Wermsdorfer Forst, die Gebiete bei Hohburg, südwestlich und östlich von Brandis und westlich von Colditz sind als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen, in denen sich auch mehrere Naturschutzgebiete finden. Auf den dominierenden staunassen Standorten ist ein Stieleichen-Hainbuchen-Wald als natürliche Vegetation anzusehen, während auf den trockeneren Bereichen Traubeneichen-Hainbuchen-Wälder zu erwarten sind.
Schutzgebietsanteile
FFH-Gebiete
5,4 %
Vogelschutzgebiete
16,83 %
Naturschutzgebiete
1,57 %
Nationalparke
0 %
sonst. Schutzgebiete
0 %
Effektiver Schutzgebietsanteil
19,01 %
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)