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Bundesamt für Naturschutz

Landschaftsplanung Digital - Evaluation, Erweiterung und Anpassung landschaftsplanerischer Werkzeuge (Teilvorhaben 1)

Landschaftsplanung
Ressortforschungsplan
Ausgehend von der verpflichtenden Einführung des Datenaustauschstandards XPlanung (IT Planungsrat Beschluss 2017/37), ist die Landschaftsplanung dazu angehalten, ihre Inhalte in einem standardisierten Datenformat zu erfassen. Aufbauend auf dem vorangegangenen Projekt „Erweiterung des Standards XPlanung im Fachbereich Landschaftsplanung“ (FKZ 3519 81 1200) wurden die landschaftsplanerischen Werkzeuge evaluiert, erweitert und angepasst, um eine vollständige Abbildung der Landschaftsplanung im Datenstandard zu gewährleisten. Dabei wurden fachliche, technische und grafische Anforderungen an eine digitale Landschaftsplanung gleichermaßen berücksichtigt.
Zuständiges Fachgebiet
Fachgebiet II 4.1 Landschaftsplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich
Laufzeit
01.11.2021 - 30.11.2024
Finanzvolumen
225.000 €

Beschreibung

FKZ 3521 81 1700 

Projektstruktur

Das Vorhaben umfasst zwei Teilvorhaben:
Teilvorhaben 1 (FKZ 3521 81 1700)
Teilvorhaben 2 (FKZ 3521 81 1701)

Das Teilvorhaben 1 erarbeitete die fachlichen Anforderungen. Das Teilvorhaben 2 beschäftigte sich mit der technischen Umsetzung und Aufbereitung in den Datenstandard XPlanung.

Hintergrund  

Die Digitalisierung hat die Raum- und Landschaftsplanung bereits nachhaltig verändert. Um einen umfassenden und zuverlässigen Datenaustausch zwischen allen Beteiligten zu gewährleisten, müssen die verwendeten IT-Systeme in Bezug auf ihre Datenstrukturen, -inhalte und -formate standardisiert werden. Aus diesem Grund hat der IT-Planungsrat den XML-basierten Datenaustauschstandard XPlanung verbindlich eingeführt, der einen verlustfreien Transfer von Planungsdaten ermöglicht.

Problemstellung 

Neben den methodischen und fachlichen Fragen, die die Landschaftsplanung zu beantworten hat, stellt die bundesweit fehlende Einheitlichkeit eine große Herausforderung dar. Dies erschwert die technische und fachliche Standardisierung. Die Inhalte der Landschaftsplanung sind aufgrund länderspezifischer und naturräumlicher Besonderheiten sehr variabel. Zudem haben sich die Anforderungen weiterentwickelt, wie beispielsweise in Bezug auf Klimaanpassung, Biodiversität oder grüne Infrastruktur. Um die Potenziale eines plattformübergreifenden, medienbruchfreien Datenaustauschs zu nutzen und eine aufwendige Nachdigitalisierung zu vermeiden, müssen entsprechende technische und fachliche Voraussetzungen geschaffen werden. Dabei soll die notwendige Flexibilität und die gestalterischen Anforderungen der Planung durch die Standardisierung nicht eingeschränkt werden.

Beschreibung 

Aufbauend auf diesen Grundlagen und früheren Projekten zu Planzeichen wurde in diesem Vorhaben ein umfassendes Gutachten zur Weiterentwicklung des Datenmodells erstellt. Das Gutachten diente als Basis für ein vollständiges und systematisches Datenmodell. Es enthielt zudem Empfehlungen für die kartografische Darstellung der Planungsaussagen. Das Ziel war, dass die Inhalte der Landschaftsplanung für die Naturschutzverwaltung und andere Akteure umfassend, verständlich und systematisch zur Verfügung stehen sollten. Das Vorhaben untersuchte dabei die Ebenen der Landschaftsrahmenplanung und der kommunalen Landschaftsplanung.

Es wurde davon ausgegangen, dass der Landschaftsrahmenplan als eigenständiger, umfassender Fachplan diente, während kommunale Pläne flexibler auf lokale Anforderungen reagieren konnten. Die Projektarbeit umfasste die Analyse von Rechtsgrundlagen und einschlägigen Forschungsvorhaben. Durch Befragungen, Interviews und eine Plananalyse wurden praktische Erfahrungen gesammelt, um die Evaluierung der Werkzeuge und Testläufe der XPlan-Modelle zu unterstützen. Wesentliche Ergebnisse wurden kontinuierlich mit einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe diskutiert. Die technische Aufbereitung der Ergebnisse und Modellierung in Datenmodellen erfolgte im Teilvorhaben 2.

Auftragnehmende

Universität Kassel I Fachgebiet Landschaftsentwicklung/Umwelt- und Planungsrecht
Prof. Dr.-Ing. Dr. jur. Andreas Mengel
Universitätsplatz 9, 34109 Kassel

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 4.1 Landschaftsplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich
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