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Bundesamt für Naturschutz

Schutz und Förderung der Mopsfledermaus

Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Arten
Die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) ist schwerpunktmäßig in den Wäldern von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen sowie randlich in Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verbreitet. Deutschland liegt im Zentrum des europäischen Verbreitungsgebiets. Die Mopsfledermaus und ihr Lebensraum sollen durch dieses Projekt zukünftig besser geschützt und gefördert werden.
Programm
Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Förderschwerpunkt
Verantwortungsarten
Bundesland
Baden-Württemberg
Bayern
Brandenburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Thüringen
Laufzeit
bis
Finanzvolumen (Bundesmittel)
5.310.000 Euro
Mopsfledermäuse im Sommerquartier
Wochenstube der Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus)

Beschreibung

Hintergrund

In den 1950er bis 1970er Jahren kam es zu dramatischen Bestandseinbrüchen der Mopsfledermaus, die bis zum Aussterben der Art in den westlichen Bundesländern und in Westeuropa führten. Ursache war zum einen ein verringertes Nahrungsangebot, hervorgerufen durch die Intensivierung der Landwirtschaft und dem damit verbundenem Pestizideinsatz. Zum anderen kam es aufgrund der Devastierung der Wälder nach dem Krieg zu großen Quartiersverlusten. Die seltene Fledermausart überlebte nur in wenigen Reliktgebieten. Der bundesweite Erhaltungszustand der Art wurde daher als ungünstig eingestuft.

Projekt

Mit dem Projekt soll die Mopsfledermaus und ihr Lebensraum zukünftig besser geschützt und gefördert werden. Daher nimmt die bundesweite Analyse der Verbreitung und ein daraus abzuleitendes Habitatmodell eine zentrale Rolle im Projekt ein. Das Projektgebiet deckt hierfür den Verbreitungsraum der Mopsfledermaus in Deutschland ab und bezieht sowohl die Verbreitungszentren als auch die -ränder mit ein. Eine genetische Analyse der Populationsstruktur wird begleitend durchgeführt. Untersuchungen zur Lebensraumnutzung stellen die Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung von flächenscharfen Schutzmaßnahmen in den Modellregionen dar. Die Maßnahmen sollen gemeinsam mit verschiedenen Nutzergruppen, insbesondere öffentliche und private Waldbesitzer, etabliert und für die bundesweite Umsetzung in der Fläche dokumentiert werden. Ein Schwerpunkt des Projektes bildet die bundesweite und regionale Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, um haupt- und ehrenamtlichen Akteure weiterzubilden und zu vernetzen. In einem „Handbuch Mopsfledermaus“ soll das praxisrelevante Wissen zum Schutz der Art und die Ergebnisse des Verbundvorhabens zusammengetragen werden.

Projektleitung

Stiftung FLEDERMAUS, NABU Baden Württemberg, NABU Niedersachsen, Naturstiftung David, Universität Greifswald

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Bayerischer Naturschutzfonds, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Bauen, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden Württemberg, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Württemberg

Kontakt

Programmbüro Bundesprogramm Biologische Vielfalt
0228 3821-1809
Heinrich-Konen-Str. 1, 53227 Bonn
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