Bundesamt für Naturschutz

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Gesellschaftspolitische Herausforderungen

Bioökonomie


(© Thomas B./Pixabay)
Auf der Abbildung ist Landschaft und ein Kornfeld im Wind zu sehen.

Die Bioökonomie nutzt land- und forstwirtschaftlich erzeugte Rohstoffe ebenso wie organische Reststoffe, Tiere, Mikroorganismen, Insekten oder Algen. Als Konzept im Diskurs um eine naturverträgliche Wirtschaftsweise innerhalb der planetaren Grenzen dient sie als wichtiges Element gesellschaftlichen Wandels. Im Wissenschaftsjahr „Bioökonomie 2020 veranstaltet das Bundesamt für Naturschutz einen Bürgerdialog zu dem Thema „Chancen und Risiken der Bioökonomie für die biologische Vielfalt.

Webseite Bürgerdialog


Ethische Grundlagen


Auf der Abbildung ist das Titelbild der NaBiV-Publikation "Klugheit, Glück, Gerechtigkeit" zu sehen.

Warum schützen wir Natur - aus ökonomischem Eigeninteresse, für unsere Nachkommen oder aus Liebe zu dem, was uns umgibt? Auf den ersten Blick scheint Ethik weit entfernt vom "klassischen" Naturschutz. Dabei erörtert sie als "Wissenschaft vom guten und richtigen Handeln" Grundsatzfragen, die für eine Steigerung gesamtgesellschaftlicher Akzeptanz und Wertschätzung von Naturschutzbelangen unabdingbar sind. Naturschutz-Argumente basieren auf ethischen Grundhaltungen: Eine bewusste Auseinandersetzung mit diesen Grundlagen wird vom Bundesamt für Naturschutz gefördert, um Naturschutzpolitik und Naturschutzkommunikation zielführend gestalten zu können. Eine prägnante Übersicht über das bisher erarbeite ethische Argumentationsraster der BfN finden Sie hier:
NaBiV 107: "Klugheit, Glück, Gerechtigkeit. Ethische Argumentationslinien in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt." 

Folgende Produkte liegen zudem vor:
IUCN Publication: Prudence, justice and the good life : a typology of ethical reasoning in selected European national biodiversity strategies (Englisch)

BfN-Skripten 443 "Naturschutz, Kommunikation und Ethik"

BfN-Skripten 437 "Jenseits von Belehrung und Bekehrung"

BfN-Skripten 403 "Die Natur und das gute Leben"

Dokumentation BfN-Fachtagung "Naturschutz heute - eine Frage der Gerechtigkeit"

Dokumentation Interdisziplinärer Expertenworkshop "Gerechtigkeitsargumente"


Gentechnik und Naturschutz


Auf der Abbildung ist das Titelbild von Skript 546 zu sehen.

Auf internationaler Ebene wird die potenzielle Anwendung neuer Gentechniken im Naturschutz diskutiert. Dies bringt neben weitreichenden Herausforderungen im Bereich der Umweltrisikoprüfung auch grundlegende konzeptionelle Fragestellungen und Fragen der Akzeptanz mit sich.  Vor diesem Hintergrund veranstaltete das Bundesamt für Naturschutz  im Rahmen der Bonner Gespräche einen Expert*innenworkshop unter dem Titel „Neue Gentechniken und Naturschutz – eine Verhältnisbestimmung.

BfN-Skripten 546 „Neue Gentechniken und Naturschutz“


Heimat


(© Burkhard Kaiser/Piclease)
Auf dem Foto sieht man eine Hauswand, die mit Efeu bewachsen ist. Ein Fahhrad steht davor.

Naturschutzargumente werden politisch und soziokulturell zunehmend von rechtsextremen und rechtspopulistischen Gruppierungen für deren Zwecke instrumentalisiert. Der Antagonismus Heimat als exkludierendes versus Heimat als Selbstaneignung bzw. inkludierendes Konzept hat Auswirkungen auf Naturschutzkonzepte. Im Jahr 2021 sollen im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bonner Gespräche innerhalb eines Expert*innenworkshop Facetten dieser Auswirkungen reflektiert und diskutiert werden.