Zingel streber (Siebold,1863)

Streber

bis 23 cm langer, barschartiger Fisch

EU-Code: 1160, Anh. II

Rote Liste Deutschland: 2 (2009)


Verbreitung

Der Streber ist in Fließgewässern des Donaugebietes von Baden-Württemberg bis zum Delta verbreitet. In Deutschland ist er im baden-württembergischen und im bayerischen Donaueinzugsgebiet verbreitet. Er bewohnt die Tiefenregionen klarer, sauerstoffreicher Fließgewässer.


Fortpflanzung/Biologie

Die Laichzeit beginnt etwa ab Anfang März bei einer Wassertemperatur von 8°C. Ein Weibchen kann ca. 400 Eier produzieren. Das Ablaichen erfolgt nachts über sandigem Substrat, wo die Eier an Steinen oder Sandkörnern kleben bleiben. Das Höchstalter der Tiere liegt bei ca. 7 Jahren. Die Art ernährt sich räuberisch z. B. von Insektenlarven oder Fischlaich.


Gefährdung

Der Lebensraumverlust durch Stauhaltungen in der Donau und die damit verbundene großflächige Reduzierung der Strömungsgeschwindigkeit stellt eine Gefahr dar. Die Habitate sind zudem sehr störanfällig und können durch Schotterabbaggerungen oder Abwassereinleitung leicht zerstört werden.


Schutz

Der Erhalt freifließender Gewässerstrecken ist zu gewährleisten. Gewässerverschmutzung und Flusskanalisierung sollten vermieden werden. Die bekannten und potenziellen Laichplätze sollten gesichert werden.


Literaturhinweis

verändert nach:
Steinmann, I. und Bless, R. (2004): Zingel zingel (Linnaeus, 1766). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Bless, R., Boye, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 327-330.


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