Zingel zingel (Linnaeus,1766)

Zingel

bis 60 cm langer, barschartiger Fisch

EU-Code: 1159, Anh. II, V

Rote Liste Deutschland: 2 (2009)


Verbreitung

Der Zingel ist weltweit nur im Donau-, Prut- und Dnjestrgebiet verbreitet. In Deutschland gibt es aktuell nur noch wenige Fundpunkte im bayerischen Teil des Donausystems. Es können Flussbereiche mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 20-40 cm/sek und kiesigem oder sandigem Substrat besiedelt werden.


Fortpflanzung/Biologie

Die Laichzeit erstreckt sich von März bis April. Die ca. 1,5 mm großen Eier werden auf überströmten Kiesbänken abgelegt. Die Männchen werden vor den Weibchen geschlechtsreif. Das Höchstalter beträgt ca. 15 Jahre. Der Zingel lebt räuberisch z. B. von Insektenlarven und Fischlaich.


Gefährdung

Als Gefährdungsursache in Deutschland werden Gewässerausbau und Gewässerverschmutzung angenommen. In Österreich ist die Art hingegen auch in der Lage, menschlich entstandene Strukturen wie Stauwurzeln zu besiedeln. Der Kenntnisstand zur Biologie und Ökologie der Art ist insgesamt jedoch relativ gering.


Schutz

Insbesondere der Erhalt der freifließenden Strecke der Donau sollte gewährleistet sein. Aufgrund der bisher geringen Kenntnisse zur Biologie und Ökologie der Art können keine konkreten Schutzmaßnahmen genannt werden.


Literaturhinweis

verändert nach:
Steinmann, I. und Bless, R. (2004): Zingel streber (Siebold, 1863). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Bless, R., Boye, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 323-326.


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