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Bundesamt für Naturschutz

Niederrhein zwischen Köln und Wesel

Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Landkreis / Kreisfreie Stadt
Duisburg, Düsseldorf, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mettmann, Wesel, Rhein-Kreis Neuss
Landschafts-ID
138
Naturraum
Mittlere Niederrheinebene, Köln-Bonner Rheinebene (Kölner Bucht)

Wertgebende Merkmale (Vielfalt, Eigenart und Schönheit)

Flusstal des Niederrheins im überwiegenden Teil unverbaut, zahlreiche, stark mäandrierende, naturnahe bis natürliche Rheinbögen, vereinzelte Altrheinschlingen mit Erlen-, Eschen- und Weidenauwald, größeren Stillgewässer-Röhrichtkomplexen, Ufermelden- und Hochstaudenfluren (Ilvericher Altrheinschlinge als einzige geschlossene alte Rheinstromschlinge mit unveränderter Geomorphologie am Niederrhein, Wald „Meerbusch“ als eine der wenigen großen zusammenhängenden Waldflächen des Rhein-Kreises Neuss); Deichvorland durch Wiesen und Weiden geprägt, Baumgruppen und -reihen, Kopfweiden, Hochstauden- und Saumgesellschaften gliedern die Landschaft, Auwaldrelikte (Weichholzauen- und Reste des Hartholzauenwaldes, FFH-Gebiet „Urdenbach - Kirberger Loch - Zonser Grind“), stellenweise noch überflutet (FFH-Gebiet „Die Spey“), grünlandgeprägte Randbereiche (Glatthaferwiesen, FFH-Gebiet „Uedesheimer Rheinbogen“ und „Zonser Grind“); bestimmte Rheinabschnitte mit besonderer Bedeutung als Laichplätze, Jungfisch-, Nahrungs-, und Ruhehabitate geschützte Wanderfische, schutzwürdige Abschnitte des Rheins mit Flach- und Ruhigwasserzonen insbesondere zwischen den Buhnenfeldern; Teile der römischen Limesstraße als Nord-Süd-Fernverkehrsverbindung zwischen Provinzhauptstädten Mogontiacum (Mainz; Provinz Germania Superior) und Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln; Provinz Germania Inferior) und Fernverbindung zu römischen Städten und Legionsstandorten im Norden (Neuss, Xanten, Nijmegen) und bis zur Rheinmündung in die Nordsee; weitere kulturhistorische Merkmale: Feste Zons als fast vollständig erhaltene Befestigungsanlage, Schloss Benrath, Ruine der Kaiserpfalz Kaiserswerth mit Stiftsgebäuden

Landschaft mit hoher Bedeutung für das natürliche und kulturelle Erbe als

Naturlandschaft
Historisch gewachsene Kulturlandschaft
Naturnahe Kulturlandschaft ohne wesentliche Prägung durch technische Infrastruktur: in Teilbereichen
Sonstige besondere Einzellandschaft

Landschaft mit hoher Bedeutung für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung

Soweit nicht anders angegeben, haben die den obigen Landschaftsbestimmungen zugeordneten Landschaften per se auch eine hohe Bedeutung für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung.

Ausschließlich bedeutsam für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung: (gesamthaft/in Teilbereichen)

Abgrenzung

Abgrenzung mit Hilfe der landesweiten Landschaftsbildbewertung (Stufe herausragend, Kulissen: „Rheinaue zwischen Dinslaken und Rheinberg“, „Rheinaue Walsum Außendeich“, „Rheinaue Walsum Innendeich“, „Alte Kulturlandschaft um Baerl mit Binsheim“, „Rheinaue von Selm bis zur Ruhrmündung“, „Flusstal des Rheins zwischen Krefeld und Monheim“, „Flusslandschaft Rhein“, „Wald-Offenland-Mosaik Ilvericher Altrheinschlinge“, „Wald Meerbusch") und anhand von Schutzgebietskulissen (insbesondere FFH und NSG)
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