Bundesamt für Naturschutz

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Erneuerbare Energien

Deutschlandweite Verteilung der Elektrizitätsgewinnung aus Windkraft, Photovoltaik und Biomasse


Quelle: Schmidt 2015 nach Daten der Übertragungsnetzbetreiber 50hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW; Darstellung verändert

Stand der Daten: 07.2015

Ausführliche Quelle: Schmidt, C. (2015): Kartenserie Arbeitspaket 1. In: Monitoring Kulturlandschaft Deutschland. Forschungsvorhaben gefördert durch das BfN. Abrufbar unter: https://tu-dresden.de/bu/architektur/ila/lp/forschung/forschungsprojekte/abgeschlossene-forschungsprojekte/monitoring-kulturlandschaft-deutschland (aufgerufen am: 08.08.2016).

Anlagen für Windkraft, Photovoltaik und Biomasse sind in Deutschland unterschiedlich verteilt

Gegenüber der konventionellen Stromproduktion sind einzelne Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie in der Regel deutlich leistungsschwächer, so dass für dieselbe Energieausbeute mehr Anlagen benötigt werden. Das hat Auswirkungen auf das Landschaftsbild: In manchen Regionen Deutschlands gibt es besonders viele Windkraft-, Photovoltaik- oder Biomasseanlagen - dort ist der Landschaftswandel am stärksten zu spüren.

Windenergieanlagen-Verteilung zeigt deutliches Nord-Südgefälle

Die Windenergienutzung in Deutschland zeigt nach wie vor ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle. Während große Teile der bayerischen Landesfläche niedrige Dichten von 0 bis 50 Anlagen pro 1000 Quadratkilometer aufweisen, liegt dieser Wert in einigen Regionen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins bei über 1000 Anlagen. Grund für dieses Muster ist nur zum Teil das unterschiedliche und im Norden tendenziell höhere Windpotenzial. Auch die verschiedenen Abstandsregelungen und Siedlungsstrukturen der einzelnen Bundesländer beeinflussen die räumliche Verteilung von Windkraftanlagen.

Schwerpunkte der Photovoltaikanlagen-Verteilung im Süden und Osten Deutschlands

Der Ausbau der Photovoltaik war in den vergangenen Jahren vor allem im Süden und Osten Deutschlands stark ausgeprägt. Während in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz viele kleinere Anlagen mit Dichten von über 25 Netzanschlüssen pro 10 Quadratkilometer dominieren, sind es im Osten Deutschlands vor allem größere Freiflächenanlagen.

Biomasseanlagen sind insbesondere im Nordwesten und Süden Deutschlands verbreitet

Biomasseanlagen entstanden vor allem im Nordwesten und Süden der Bundesrepublik. Während im Süden vor allem kleinere Anlagen errichtet wurden, hat man im Norden und Osten der Republik eher leistungsstärkere Anlagen gebaut. Die meisten der Anlagen wirken sich deutlich auf die landwirtschaftliche Flächennutzung in ihrer jeweiligen Umgebung aus. Grund dafür ist der hohe Substratbedarf an nachwachsenden Rohstoffen (insbesondere Mais).