Bundesamt für Naturschutz

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Forstwirtschaft und Wälder

Baumartenzusammensetzung der Wälder

Fichten und Kiefern wachsen auf rund der Hälfte der deutschen Waldflächen

Die Baumartenzusammensetzung in Deutschlands Wäldern hängt neben der standörtlichen Eignung entscheidend von der Waldnutzung ab: Da beispielsweise Nadelholz für viele Zwecke in der Holzindustrie verwendet werden kann, dominieren Nadelbäume häufig das Bild. Laubholzarten sind auf 45 Prozent der Waldflächen zu finden, dabei überwiegen Buchen und Eichen.


Die Fichte gilt als "Brotbaum" der Forstwirtschaft in Deutschland: Sie wächst auf rund 25 Prozent der Waldflächen und ist damit die häufigste Baumart. Die Kiefer hat einen ähnlich hohen Anteil: Sie ist mit 22 Prozent am Waldaufbau beteiligt. Die beiden dominierenden Baumarten wachsen auch auf solchen Standorten, auf denen von Natur aus - ohne forstliche Beeinflussung - Buchen oder Eichen anzutreffen wären.

Bei den Laubholzarten liegen Buchen und Eichen vorn

45 Prozent der Waldbäume sind Laubhölzer. Hier überwiegt die Buche mit einem Anteil von 15 Prozent, Eichenarten wachsen auf 10 Prozent der deutschen Waldflächen. Andere Laubhölzer haben zusammen einen Anteil von 18 Prozent, darunter fallen die Edellaubhölzer (beispielsweise Berg- und Spitzahorn oder Esche) und auch die Weichlaubholz-Arten (Pappeln und Weiden).

Die Tanne ist eine der seltenen Baumarten

Bei den Nadelhölzern gilt die Tanne mit lediglich 2 Prozent Flächenanteil als seltene heimische Baumart. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist auf ein Teilgebiet Deutschlands beschränkt. Ihr ursprünglicher Anteil hat sich durch verschiedene Einflüsse - unter anderem in Kammlagen der Mittelgebirge im Zuge des Waldsterbens - deutlich reduziert. Weniger häufige Laubbaumarten sind zum Beispiel der Berg- und Spitzahorn oder Erlenarten und damit Baumarten, die besondere Voraussetzungen benötigen, etwa im Hinblick auf Licht- und Wasserverhältnisse. Sehr seltene Baumarten sind die Mehl- und Elsbeeren oder Wildobstbäume.

Weiterführende Infos

Baumarten (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald)

Bundeswaldinventur (BWI)