Bundesamt für Naturschutz

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Landschaftssteckbrief

35200 Fuldaer Senke


Landschaftstyp:

4.3 Andere offene Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Deutsche Mittelgebirgsschwelle



Fläche:

224 km²



Beschreibung:

Markante Basaltkuppen und Muschelkalkrücken umschließen die breite, von mehreren gegeneinander verschobenen tektonischen Grabensystemen durchzogene Senke. Ohne scharfe Begrenzung leitet sie im Nordwesten in den Großenlüder-Lauterbacher Graben, im Nordosten in das Haunetal und im Süden in das Fliedetal über. Zur Fuldaer Senke (ca. 280 bis 320 m ü. NN) gehören das Fuldaer Becken, das Fliedetal und der Großenlüder-Lauterbacher Graben. Die Landschaft ist durch sehr hohe Anteile an Acker- und Siedlungsfläche gekennzeichnet. Weniger als ein Zehntel des Gebietes entfallen auf Wald.
Gute Böden fördern die ackerbauliche Nutzung und bewirken eine dichte Besiedlung. Der Flurbereinigungsgrad ist sehr hoch, wodurch Kleinstrukturen meist fehlen. Im Fliedetal sind auf frischen Talsohlen größere Grünlandanteile verbreitet. Die forstwirtschaftliche Nutzung findet auf den wenigen Basaltkuppen und Muschelkalkrücken statt (Fichten und Kiefern). In der Fuldaer Senke wird zudem Basalt und Kalk abgebaut.
Entlang der Fulda befinden sich avifaunistisch wertvolle Bereiche, wie Rastgebiete mit überregionaler und Brutgebiete mit regionaler Bedeutung. Westlich der Stadt Fulda liegt zudem ein regional unzerschnittener Raum.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 1,15 %
Vogelschutzgebiete 0 %
Naturschutzgebiete 1,05 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 1,62 %


Abgrenzung der Landschaft 'Fuldaer Senke' (35200)

Abgrenzung der Landschaft "Fuldaer Senke" (35200)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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Letzte Änderung: 01.03.2012

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