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Bundesamt für Naturschutz

Untere Wümmeniederung

Bundesland
Bremen
Niedersachsen
Landschaftsgroßeinheit
Norddeutsches Tiefland
Landschaftstyp
4.1 Grünlandgeprägte offene Kulturlandschaft
Landschafts-ID
63102
Fläche in km²
195 km2

Beschreibung

Die Untere Wümmeniederung ist ein weiträumiges Grünland-Graben-Areal, das ganz durch den weitgehend natürlichen und mäandrierenden Lauf der Wümme und ihrer zahlreichen Zuflüsse geprägt wird. Die untere Wümme nimmt die Entwässerungsgräben der Niederung auf, die die Landschaft in kleinparzellierte Blockfluren aufteilen (Blockland), die mit verstreuten Flugsandinseln durchsetzt sind. Von Lilienthal bis zur Vereinigung mit der Hamme ist das Bett der hier noch tidebeeinflussten Wümme beidseitig mit Deichen und flussbegleitenden Röhrichten und Weidengebüschen gesäumt. Neben einigen Moor- und Feuchtflächen wird die Wümmeniederung größtenteils beweidet, in den Borgfelder und Fischerhuder Wümmewiesen sind auch großflächig Wiesen, Röhrichte und Rieder verbreitet. Überflutungen kommen regelmäßig vor. Ehemals reichlich vorkommende Stillgewässer sind im Zuge der systematischen Entwässerung verschwunden. Die Höhenlage des Gebietes beträgt durchschnittlich nur 1 bis 2 m ü. NN.
Aufgrund des hohen Grundwasserstandes ist in der Wümmeniederung nur Grünlandwirtschaft möglich. Eine große Bedeutung hat das Gebiet auch als Erholungsraum für den Ballungsraum Bremen. Im Sm sommer wird das Gebiet insbesondere für Spaziergänge und Radtouren, in kalten Wintern dagegen zum Schlittschuhlaufen auf Überschwemmungsflächen genutzt.
In der Wümmeniederung liegen drei Gebiete gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung (Borgfelder Wümmewiesen, Fischerhuder Wümmeniederung, Hammeniederung) und zahlreiche Naturschutzgebiete (u.a. Westliches Hollerland). Der gesamte Flußlauf der unteren Wümme mit ihren Schlickwatten und ausgedehnten Röhrichtflächen, sowie Feuchtgebiete in der Niederung sind als FFH-Gebiete gemeldet. Große Teile der Wümmeniederung sind europäisches Vogelschutzgebiet, Teilbereiche erlangen als Vogelrast- und Brutgebiet nationale, teilweise sogar internationale Bedeutung. Außerhalb der bestehenden Schutzgebiete wurden weitere Flächen als national bedeutsam für den bundesweiten Biotopverbund erfasst.

Schutzgebietsanteile

FFH-Gebiete
24,32 %
Vogelschutzgebiete
35 %
Naturschutzgebiete
11,77 %
Nationalparke
0 %
sonst. Schutzgebiete
9,17 %
Effektiver Schutzgebietsanteil
43,45 %
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
Hinweis
Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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