Öffnet eine externe Seite Link zur Startseite

Bundesamt für Naturschutz

Abendsegler - Identifizierung von Eignungsgebieten für das nationale Artenhilfsprogramm (nAHP)

Nationales Artenhilfsprogramm
Arten
Erneuerbare Energien
Das Ziel des Projekts Abendsegler besteht darin, das Konfliktpotenzial zwischen Windenergienutzung und Fledermausschutz beim Flächenausbau für die Windenergieproduktion am Beispiel des Großen Abendseglers, einer kollisionsgefährdeten Fledermausart, zu beschreiben. Dadurch sollen Flächen mit geringem Konflikt-, aber hohem Artenschutzpotenzial für diese Fledermausart identifiziert werden.
Programm
Nationales Artenhilfsprogramm
Bundesland
Berlin
Brandenburg
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Mecklenburg-Vorpommern
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3525AHP05A
Finanzvolumen (Bundesmittel)
631.830 Euro
Tote Fledermaus liegt auf einem Feld
Großer Abendsegler als Schlagopfer unter einer Windenergieanlage

Abendsegler - Identifizierung von Eignungsgebieten für das nationale Artenhilfsprogramm (nAHP) im schwerpunktmäßigen Reproduktionsareal des Großen Abendseglers (Nyctalus noctula) in Deutschland

Hintergrund

Durch Änderungen der Rechtslage unter anderem im Bundesnaturschutzgesetz und  Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie im Windenergieflächenbedarfsgesetz wird ein Ausbau der Windenergieerzeugung auf zwei Prozent der Landesfläche bis 2032 unterstützt. Die von der EU-Kommission beschlossenen Maßnahmen vereinfachen zudem die Verfahren, die in den Beschleunigungsgebieten für die Windenergieproduktion konkretisiert werden. In der Folge wird sich die Zahl der Windenergieanlagen auf dem deutschen Festland von derzeit 29.600 in naher Zukunft deutlich erhöhen. Mit diesem Ausbau der Windenergieerzeugung steigt das Konfliktpotenzial zwischen Windenergieerzeugung und Artenschutz, unter anderem auch im Hinblick auf den Fledermausschutz. 

Projekt

Im Rahmen des Projekts sollen basierend auf vorhandenen und zusätzlich im Projekt gewonnenen Bewegungsdaten von Großen Abendseglern Habitateignungskarten für das schwerpunktmäßige Reproduktionsareal dieser Art in den neuen Bundesländern erstellt werden. Die identifizierten Flächen werden mit den ausgewiesenen Flächen zur Windenergienutzung inklusive der sogenannten Beschleunigungsgebiete verglichen. Hieraus soll das Konfliktpotenzial zwischen aktueller und zukünftiger Windenergienutzung und dem Fledermausschutz ermittelt werden. Mithilfe dieser Information sollen Interessensgruppen wie Behörden, Windenergie- und Umweltverbände sowie politische Entscheidungsträger in die Lage versetzt werden, Projekte zur Bestandsförderung des Großen Abendseglers zu priorisieren, indem Flächen identifiziert werden, die für den Schutz des Abendseglers von entscheidender Bedeutung sind. Dadurch können mögliche Populationsrückgänge durch bestandsstützende Vermeidungs-, Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen zukünftiger Projekte des nationalen Artenhilfsprogramms wirksamer aufgefangen werden.

Im Rahmen des Projekts werden:

  1. Habitateignungskarten für das deutsche Kernreproduktionsgebiet des Großen Abendseglers (Nyctalus noctula) erstellt,
  2. das Migrationsverhalten und die Habitatnutzung des Großen Abendseglers mithilfe von Internet-of-Things-(IoT)-Peilsendern dokumentiert und
  3. die Ergebnisse mit den angestrebten Flächennutzungszielen für den Ausbau der Windenergienutzung verglichen.

Projektleitung

Forschungsverbund Berlin e.V., Universität Leipzig

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz mit Fördermitteln aus dem Nationalen Artenhilfsprogramm

Kontakt

Programmbüro Nationales Artenhilfsprogramm
0228 3821-1809
Heinrich-Konen-Str.1, 53227 Bonn
Zurück nach oben