FamilienAcker – GemüseVielfalt für Groß und Klein
FamilienAcker – GemüseVielfalt für Groß und Klein
Hintergrund
Traditionelle gartenbauliche Kulturpflanzensorten für Landwirte wieder nutzbar zu machen und in Anbausysteme zurückzuholen, ist ein wichtiger Ansatz, um dem Biodiversitätsverlust in der Agrarlandschaft entgegenzuwirken. Dies gelingt allerdings nur, wenn die gesellschaftliche Wertschätzung für landwirtschaftliche Produkte aus biodiversitätsfreundlichen Anbausystemen gesteigert wird.
Projekt
Im Projekt „FamilienAcker“ wird biologische Vielfalt im Alltag von Familien und Schulen erlebbar gemacht und so das Bewusstsein dafür gestärkt. Durch aktive Beteiligung, vom Anbau bis zur Saatgutgewinnung, und niedrigschwellige Zugänge sollen insbesondere Familien ohne Vorerfahrungen im Gemüseanbau erreicht werden. So leisten Familien mit Kindern nicht nur einen Beitrag zum Erhalt traditioneller Kulturpflanzensorten on-farm geleistet, sondern entwickeln auch mehr Wertschätzung für den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft und verstärken ihre Handlungskompetenzen im Bereich des biodiversitätsfreundlichen Konsums.
Maßnahmen
Zur Umsetzung werden schulische und außerschulische Bildungsangebote kombiniert und zielgruppenspezifisch gestaltet. Im schulischen Bereich wird das sogenannte Familienangebot an das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie von Acker e.V. angebunden. Neben umfangreichen Lernmaterialien für Schulen werden unterschiedliche analoge und digitale Bildungsangebote und -produkte für Familien zur Verfügung gestellt. Der Fokus liegt dabei auf Arten- und Sortenvielfalt und dem praktischen Erleben und Mitmachen im Schulgarten und/oder zuhause. Ehrenamtliche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie jährlich stattfindende Community-Events fördern die Vernetzung, den Wissenstransfer und gesellschaftliche Verbreitung.
Erwartete Ergebnisse
Insgesamt entsteht ein bundesweites Angebot für Familien mit Kindern. Das Projekt erreicht rund 1860 Familien mit Bildungsangeboten zur Biodiversität und schult 175 Ehrenamtliche als Multiplikator*innen. 35 Community-Events werden durchgeführt, um Wissen zu vermitteln und den Austausch zu fördern. Durch die aktive Beteiligung werden die Handlungskompetenzen der Teilnehmenden im biodiversitätsfreundlichen Konsum gestärkt und der Erhalt traditioneller Kulturpflanzensorten gefördert.