Öffnet eine externe Seite Link zur Startseite

Bundesamt für Naturschutz

Landschaftsplanung Digital - Evaluation, Erweiterung und Anpassung landschaftsplanerischer Werkzeuge (Teilvorhaben 2)

Landschaftsplanung
Ressortforschungsplan
Ausgehend von der verpflichtenden Einführung des Datenaustauschstandards XPlanung (IT Planungsrat Beschluss 2017/37), ist die Landschaftsplanung dazu angehalten, ihre Inhalte in einem standardisierten Datenformat zu erfassen. Aufbauend auf dem vorangegangenen Projekt „Erweiterung des Standards XPlanung im Fachbereich Landschaftsplanung“ (FKZ 3519 81 1200) wurden die landschaftsplanerischen Werkzeuge evaluiert, erweitert und angepasst, um eine vollständige Abbildung der Landschaftsplanung im Datenstandard zu gewährleisten. Dabei wurden fachliche, technische und grafische Anforderungen an eine digitale Landschaftsplanung gleichermaßen berücksichtigt.
Zuständiges Fachgebiet
Fachgebiet II 4.1 Landschaftsplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich
Laufzeit
01.08.2022 - 31.07.2025
Finanzvolumen
450.000 €

Beschreibung

FKZ 3521 81 1701

Projektstruktur

Das Vorhaben umfasst zwei Teilvorhaben:
Teilvorhaben 1 (FKZ 3521 81 1700)
Teilvorhaben 2 (FKZ 3521 81 1701)

Das Teilvorhaben 1 erarbeitete die fachlichen Anforderungen. Das Teilvorhaben 2 beschäftigte sich mit der technischen Umsetzung und Aufbereitung in den Datenstandard XPlanung.

Hintergrund  

Die Digitalisierung hat die Raum- und Landschaftsplanung bereits nachhaltig verändert. Um einen umfassenden und zuverlässigen Datenaustausch zwischen allen Beteiligten zu gewährleisten, müssen die verwendeten IT-Systeme in Bezug auf ihre Datenstrukturen, -inhalte und -formate standardisiert werden. Aus diesem Grund hat der IT-Planungsrat den XML-basierten Datenaustauschstandard XPlanung verbindlich eingeführt, der einen verlustfreien Transfer von Planungsdaten ermöglicht.

Problemstellung 

Neben den methodischen und fachlichen Fragen, die die Landschaftsplanung zu beantworten hat, stellt die bundesweit fehlende Einheitlichkeit eine große Herausforderung dar. Dies erschwert die technische und fachliche Standardisierung. Die Inhalte der Landschaftsplanung sind aufgrund länderspezifischer und naturräumlicher Besonderheiten sehr variabel. Zudem haben sich die Anforderungen weiterentwickelt, wie beispielsweise in Bezug auf Klimaanpassung, Biodiversität oder grüne Infrastruktur. Um die Potenziale eines plattformübergreifenden, medienbruchfreien Datenaustauschs zu nutzen und eine aufwendige Nachdigitalisierung zu vermeiden, müssen entsprechende technische und fachliche Voraussetzungen geschaffen werden. Dabei soll die notwendige Flexibilität und die gestalterischen Anforderungen der Planung durch die Standardisierung nicht eingeschränkt werden.

Beschreibung 

Aufbauend auf den im Teilvorhaben 1 erarbeiteten fachlichen Grundlagen befasste sich dieses Projekt mit der technischen Umsetzung und Überführung landschaftsplanerischer Inhalte in den Datenaustauschstandard XPlanung. Das Ziel war es, eine umfassende, standardisierte und nutzerfreundliche Lösung für die Digitalisierung der Landschaftsplanung bereitzustellen.

Entsprechend wurde in enger Abstimmung mit einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) und der XLeitstelle das Datenmodell des Standards XPlanung erweitert, um Landschaftsrahmenpläne und örtliche Landschaftspläne vollständig und fachgerecht abbilden zu können. Außerdem wurde das Planwerk Landschaftsprogramm in das Datenmodell integriert. Um die praktische Anwendung zu erleichtern, wurden zudem praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Planungsbüros und Naturschutzverwaltungen erarbeitet, die den Übergang in die digitale Arbeitsweise unterstützen.

Ausblick

Im Rahmen des Vorhabens wurde ein aktualisiertes Datenmodell erstellt, das die Integration landschaftsplanerischer Inhalte in den bundesweiten Standard XPlanung ermöglicht. Die Ergebnisse werden aktuell für die bevorstehende XPlan-Version 7.0 aufbereitet und stehen voraussichtlich im Jahr 2026 auf der Webseite der XLeistelle zur Verfügung. Auch die Handreichung befindet sich aktuell noch im Abstimmungsprozess und soll gemeinsam mit der neunen Version veröffentlicht werden. Absehbar können die im Projekt erarbeiteten Erkenntnisse als Grundlage für zukünftige Forschungsvorhaben zur Digitalisierung in der Landschafts- und Umweltplanung dienen (z. B. im Bereich BIM).

Auftragnehmende

Professor Hellriegel Institut an der Hochschule Anhalt e.V.
Prof. Dr. Matthias Pietsch
Strenzfelder Allee 28 , 06406 Bernburg (Saale)
03471 355 1140
IP SYSCON GmbH
Roland Hachmann
Warmbüchenkamp 4 , 30159 Hannover
0511 850303-0

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 4.1 Landschaftsplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich
Zurück nach oben