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Bundesamt für Naturschutz

Religionen schützen die Natur und fördern ökologisches Bewusstsein

Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Religionsgemeinschaften haben ein großes Potenzial für den Naturschutz. Das Abrahamische Forum in
Deutschland arbeitet mit den Religionsgemeinschaften Aleviten, Bahai, Buddhisten,
Christen, Eziden, Hindus, Juden, Muslimen und der Sikh-Religion zusammen, die sich auf ein Engagement
für biologische Vielfalt verständigt haben. Dieses beispielhafte Zusammenwirken wird für die Umsetzung
der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) genutzt.
Bundesland
Hessen
Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen
Thüringen
Sachsen
Laufzeit
1.11.2025 - 30.04.2031
Finanzvolumen
808.000 €
Förderschwerpunkt
Weitere Maßnahmen

Religionen schützen die Natur und fördern ökologisches Bewusstsein

Hintergrund

Der Erhalt der biologischen Vielfalt zählt zu den vorrangigen nationalen wie internationalen Zielen zur Bewahrung des Lebens von Pflanzen, Tieren und Menschen. Dazu bedarf es einer verstärkten umweltethischen Bewusstseinsbildung. Religionsgemeinschaften als größte transnationale zivilgesellschaftliche Institutionen bieten hierzu ein immenses Potenzial. Die großen Weltreligionen sind eng mit Naturtheologien und kosmologischen Schöpfungserzählungen verbunden, die bislang zu wenig im öffentlichen Bewusstsein verankert sind. Erzählungen wie jene über die Arche Noah, den Turmbau zu Babel oder auch die vielfältigen Bezüge zu Bäumen, Pflanzen und Tieren in den abrahamischen Religionen und den anderen Religionsgemeinschaften bieten Anknüpfungspunkte für den ökologischen und nachhaltigen Transformationsprozess der Gegenwart.

Projekt

Mit unserem Projekt stellen wir die Bezüge der Religionen zu Umwelt und Natur heraus und entwickeln handlungsorientierte Herangehensweisen. Dabei spielen Mensch-Natur-Beziehungen eine zentrale Rolle, so dass wir sowohl kognitive als auch praktisch-spirituelle und sensitive Erfahrungsräume und Begegnungen ermöglichen wollen.

Durch das Zusammenwirken verschiedener Religionsgemeinschaften – darunter Aleviten, Bahai, Buddhisten, Christen, Eziden, Hindus, Juden, Muslime und Sikhi – möchten wir einen Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) leisten.

In den kommenden Jahren möchten wir drei zentrale Projektbausteine entwickeln und an unterschiedlichen Standorten etablieren.

Maßnahmen

Die Bedeutung von Bäumen und Wäldern ins Bewusstsein bringen: In Kooperation mit verschiedenen Gemeinden werden Kirchen-, Synagogen- oder Moscheegelände zu begrünten Orten der biologischen Vielfalt umgestaltet. Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten werden geschaffen und erweitert. Ergänzend dazu entwickeln wir verschiedene Praxis- und Begegnungsformate für Kleingruppen.

Im Zeitraum der ökumenischen Schöpfungszeit organisieren wir Religiöse Naturschutztage. Ehrenamtliche Gemeindemitglieder, Schulen, Kitas und im Naturschutz Tätige bringen sich mit eigenen Ideen ein und werden bei der Durchführung unterstützt. Die Begrünung von Schulgärten, die Herstellung von Schnellkompostern oder der Bau eines Insektenhotels im städtischen Raum, eingeleitet durch ein interreligiöses Gespräch, gehören zu den beliebten Formaten.

Religiöse Feste bieten ein großes Potenzial, um Begegnungsräume zu schaffen und vertieftes Kennenlernen zu ermöglichen. Religiöse Feste mit Naturbezug wie Erntedank und Tu biSchevat werden auch interreligiös entdeckt. Die Auseinandersetzung mit religiösen Inhalten gibt Impulse für die Gestaltung eines friedlichen und sinnstiftenden Zusammenlebens. Aktionen wie das Bewirtschaften, Beernten und Bepflanzen von gemeinschaftlichen Flächen oder ressourcenfreundliches Kochen werden mit unterschiedlichen Zielgruppen aus Gemeinden, Nachbarschaften, Schulen und in der Jugendarbeit durchgeführt. Diese werden von Beginn an eigenverantwortlich in Planung und Umsetzung einbezogen. Langfristig sollen sich die bestehenden Kleinprojekte in verschiedenen Regionen selbstständig weiterentwickeln.

Projektträgerschaft

Abrahamisches Forum in Deutschland e.V.
Dr. Claudia Willms
Goebelstr. 21a, 64293 Darmstadt
06151 33 9196

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sowie weitere Fördermittelgeber

Kontakt

Programmbüro Bundesprogramm Biologische Vielfalt
0228 3821-1809
0228 3821-1440
Heinrich-Konen-Str. 1, 53227 Bonn
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