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Bundesamt für Naturschutz

Ursachenanalyse der Bestandsveränderungen von Waldvögeln

Arten
Nationales Artenhilfsprogramm
Im Projekt sollen die Ursachen für Bestandsveränderungen von Waldvögeln wissenschaftlich untersucht und damit Grundlagen geschaffen werden für die Umsetzung nationaler Hilfsprogramme.
Zuständiges Fachgebiet
Fachgebiet II 1.1 Zoologischer Artenschutz
Laufzeit
01.08.2025 - 31.07.2027
Finanzvolumen
473.428 Euro €
Laubwald im Frühling mit Bärlauchbewuchs am Boden
Laubwald im Frühling

Ursachenanalyse der Bestandsveränderungen von Waldvögeln als Grundlage für Artenhilfsprogramme

FKZ 3524150900

Hintergrund

Waldvögel waren in den letzten Jahrzehnten im Gegensatz zu Offenlandarten weniger stark von Habitatverlust und -degradierung betroffen, zeigten weniger ausgeprägte Rückgänge und in jüngster Zeit sogar Zunahmen (Gerlach et al. 2019, Gerlach et al. 2025). Diese Entwicklungen werden oft in Verbindung gebracht mit einer Zunahme des Waldalters und des Holzvolumens seit ca. 200 Jahren, einer leichten Zunahme der Waldfläche. Aber auch Klimawandeleffekte wie z.B. häufigere Baummasten und damit höhere Nahrungsverfügbarkeit für Standvögel oder mildere Wintertemperaturen, die zu höheren Überlebensraten führen (Kamp et al. 2021) sowie naturnähere Waldbewirtschaftung werden als Ursachen diskutiert. Die genauen Gründe für Bestandsveränderungen sind allerdings wenig untersucht.

Projekt

Das Projekt soll dazu beitragen, die bestmöglichen fachlichen Voraussetzungen für den Schutz von Waldvögeln zu schaffen. In diesem Zusammenhang wird im Projekt geprüft, ob derartige Analysen geeignet sein können, um eine an den Zielarten orientierte Maßnahmenplanung der Umsetzung von nationalen Artenhilfsprogrammen (nAHP) oder Vorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) fachlich zu unterstützen. Um dies zu ermöglichen, soll eine möglichst breite Datenbasis einbezogen werden (Monitoring- und Citizen-Science-Daten). 

Ergebnisse aus dem FuE-Vorhaben „Umsetzung des Konzeptes zum bundesweit harmonisierten Vogelmonitoring in EU-Vogelschutzgebieten“ (FKZ 3520 82 1000) legen nahe, dass trotz der insgesamt positiven Entwicklung im Zeitraum von 2012 bis 2021 fünf von 12 analysierten, waldgebundenen Triggerarten negative Trends innerhalb von Vogelschutzgebieten aufweisen (Pflüger et al. 2024). Warum dies der Fall ist, soll in diesem Vorhaben detaillierter untersucht werden, wobei Waldvogelarten insgesamt betrachtet werden.

Die Ziele des Projekts sind die Verknüpfung und Verbesserung vorhandener Informationen über Waldvogelbestände durch die Modellintegration verschiedener Datenquellen, sowie die Untersuchung der Faktoren, die Veränderungen in der Häufigkeit, Vielfalt und Zusammensetzung von Waldvogelgemeinschaften bewirken.

Weiterhin sollen Auswirkungen von Habitatzerschneidung und Infrastrukturausbau auf das Vorkommen von Waldvögeln sowie die Wirkung von Schutzgebieten für die Erhaltung von Waldvögeln untersucht werden.

Daraus sollen Prioritäten für Arten und Maßnahmen, die für die Umsetzung von Artenhilfsprogrammen von Bedeutung sind abgeleitet werden. 

Zuwendung (bestimmt) für

Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.
An den Speichern 2, 48157 Münster
0251 21014000

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz mit Fördermitteln aus dem Nationalen Artenhilfsprogramm

Kontakt

Programmbüro Nationales Artenhilfsprogramm
Heinrich-Konen-Str.1, 53227 Bonn
0228 3821-1809
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