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Bundesamt für Naturschutz

BfN Schriften 503 Grüne Infrastruktur im urbanen Raum: Grundlagen, Planung und Umsetzung in der integrierten Stadtentwicklung

Der Begriff grüne Infrastruktur, der in der gleichnamigen EU-Strategie verankert ist und in einigen Ländern bereits seit längerem Eingang in die räumliche Planung gefunden hat, wird in jüngerer Zeit auch in der deutschen Fachwelt aufgegriffen. Er steht für ein Verständnis von Grün- und Freiflächen als eine essentielle Infrastruktur. Die grüne Infrastruktur ist gleichermaßen erforderlich wie die technische oder die soziale Infrastruktur. Da unter grüner Infrastruktur aber sehr unterschiedliche Vorhaben gefasst werden, von großräumlichen Schutzgebietsnetzwerken über städtische Freiraumsysteme bis hin zu lokalem Regenwassermanagement, besteht eine gewisse Unklarheit, was mit dem Begriff gemeint ist. In der Diskussion rund um grüne Infrastruktur geht es auch um die Frage, welche Relevanz und welchen Mehrwert das Konzept für Städte in Deutschland aufweist.
Autor*in
Rieke Hansen, Dennis Born, Katharina Lindschulte, Werner Rolf, Robert Bartz, Alice Schröder, Carlo W. Becker, Ingo Kowarik und Stephan Pauleit
Herausgeber*in
Bundesamt für Naturschutz
Publikationsjahr
2018
Heft Nr.
503
Sprache
Deutsch
Seiten
154
ISBN
978-3-89624-240-2
DOI
10.19217/skr503

Beschreibung

Das Forschungsvorhaben "Grüne Infrastruktur im urbanen Raum: Grundlagen, Planung und Umsetzung in der integrierten Stadtentwicklung" greift die Diskussion auf, schließt Wissenslücken und bietet Handlungsansätze, indem es ein Konzept zur grünen Infrastruktur für Städte entwickelt. Das Vorgehen umfasste die Auswertung der einschlägigen Literatur sowie ausführliche Diskussionen in Fachkreisen mit Expertinnen und Experten aus Kommunen, Verbänden und der Wissenschaft, die verschiedene Disziplinen vertreten.
Im Rahmen des Vorhabens wurde der Stand des Wissens rund um grüne Infrastruktur umrissen und die Bezüge zwischen grüner Infrastruktur und anderen Konzepten erläutert, die auch auf die Förderung von Stadtgrün und seinen Leistungen oder Schutz der biologischen Vielfalt ausgerichtet sind. Dazu gehören Ökosystemleistungen, wassersensible und hitzeangepasste Stadtentwicklung, doppelte Innenentwicklung oder Biotopverbund. Besonders Ansätze zur Erfassung und Bewertung von Ökosystemleistungen können genutzt werden, um die Leistungen von grüner Infrastruktur systematisch abzubilden und zu kommunizieren. Ziel ist es, grüne Infrastruktur so zu entwickeln, dass die Elemente im Zusammenspiel höhere ökologische, soziale und ästhetische Qualitäten aufweisen sowie mehr und vielfältigere Ökosystemleistungen erbringen als die Einzelflächen für sich genommen.

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