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Bundesamt für Naturschutz

NaBiV Heft 111: Noch wärmer, noch trockener? Stadtnatur und Freiraumstrukturen im Klimawandel.

Die positiven bioklimatischen Wirkungen städtischer Grün- und Freiräume, verbunden mit ihren gesundheitlichen Wohlfahrtswirkungen, bilden wichtige Ansatzpunkte für die Anpassung von Städten an die Herausforderungen des Klimawandels und für die Erhaltung städtischer Umwelt- und Lebensqualität.
Autor/Autorin
Juliane Mathey, Stefanie Rößler, Iris Lehmann, Anne Bräuer, Valeri Goldberg, Cornelia Kurbjuhn und Anna Westbeld
Herausgeber/Herausgeberin
Bundesamt für Naturschutz
Publikationsjahr
2012
Heft Nr.
111
Sprache
Deutsch
Seiten
220

Beschreibung

Vor dem Hintergrund der positiven Wirkung urbaner Grün- und Freiflächen förderte das BfN ein F+E-Vorhaben, in dessen Mittelpunkt folgende Fragen standen:

  • Welchen Beitrag leisten städtische Grün- und Freiräume zur Anpassung von Städten an die Folgen des Klimawandels?
  • Wie kann die Umsetzung naturschutzfachlicher und freiraumplanerischer Zielstellungen in der Stadtentwicklung im Hinblick auf den Klimawandel verbessert werden?

Ausgehend von Stadtbiotoptypen wurden für den städtischen Raum 57 Stadtvegetationsstrukturtypen identifiziert und hinsichtlich ihrer Vegetationsparameter beschrieben. Auf dieser Datengrundlage wurden auf teil- und gesamtstädtischer Ebene mit den Programmen ENVI-Met und HIRVAC-2D Modellierungen zu klimatischen Wirkungen durchgeführt. Die daraus abgeleiteten flächenbezogenen Aussagen zu klimatischen Ausgleichsfunktionen von unterschiedlichen städtischen Vegetationsstrukturen sind in Steckbriefe für einzelne Stadtvegetationsstrukturtypen eingeflossen. Diese enthalten weiterhin eine übersichtliche Darstellung der spezifischen Vegetationsstrukturen und Aussagen zu ihren Biodiversitätspotenzialen. Aufbauend auf vorliegenden Kenntnissen zu Funktionen und Wohlfahrts-wirkungen von Stadtgrün und auf den im Projekt durchgeführten Modellierungen wurden Planungsempfehlungen zur Ausgestaltung von urbanen Freiräumen und Freiraumsystemen abgeleitet. Die Auswertung politischer und gesetzlicher Ziele zeigten Synergien und Zielkonflikte für die städtische Freiraumplanung auf.

Basierend auf der Analyse der Potenziale und Defizite der Instrumente des Naturschutzes und der Raumordnung für die Umsetzung freiraumplanerischer Anpassungsmaßnahmen wurden Empfehlungen für die Anwendung des planerischen Instrumentariums formuliert.

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