Bundesamt für Naturschutz

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Ausgezeichnetes Stör-Projekt


Preisverleihung in Burg Lenzen und Feier mit den Projektpartnern. Foto: K. Wollny-Goerke
Preisverleihung in Burg Lenzen und Feier mit den Projektpartnern. Foto: K. Wollny-Goerke

Beispielprojekt für die UN Dekade zur Biologischen Vielfalt

Am 25.09.2013 wurde das Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben (E+E-Projekt) zur Arterhaltung des Europäischen Störs als Beispielprojekt der UN Dekade zur biologischen Vielfalt ausgezeichnet. Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz fördern und betreuen fachlich bereits seit 1996 umfangreiche Forschungsprojekte, die sich mit der Wiederansiedlung des Störs in deutschen Gewässern befassen. Die Gesellschaft zur Rettung des Störs (GRS) in enger Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin, der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA) und anderen Partnern leisten seit vielen Jahren erfolgreiche Arbeit, die von verschiedenen Bundesbehörden und der DFG gefördert wird. Nach 2013 wurde das Stör-Projekt noch zwei weitere Male ausgezeichnet, sowohl für die Wiederansiedlung als auch für die Kommunikationsmaßnahmen im Rahmen des Wanderfisch-Projekts.

Engagement für die Störe

Dr. Jörn Geßner betreut die Stör-Projekte mit seinen Teams am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Gesellschaft zur Rettung des Störs. Foto: Katrin Wollny-Goerke
Dr. Jörn Geßner betreut die Stör-Projekte mit seinen Teams am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Gesellschaft zur Rettung des Störs. Foto: Katrin Wollny-Goerke
Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Foto: Katrin Wollny-Goerke
Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Foto: Katrin Wollny-Goerke

Eine Fachjury wählte im September 2013 das Stör-Projekt als Beispielprojekt für die UN Dekade zur Biologischen Vielfalt aus. Frau Dr. Elsa Nickel (damals BMU) hat die Auszeichnung am 25.09.2013 in Burg Lenzen an der Elbe überreicht. Fünf Jahre nach dem Erstbesatz im Elbegebiet, der an dieser Stelle stattfand, ist dabei auch der zehntausendste Stör im Rahmen einer begleitenden Besatzaktion in die Elbe entlassen worden.

„30 Jahre lang fehlte der Stör in Deutschland - nun wird er wieder eingebürgert“ hat Dr. Elsa Nickel anlässlich der Preisverleihung bestätigt. „Dieser einzigartige Wanderfisch soll wieder durch unsere Flüsse und angrenzenden Meere schwimmen und eine Heimat finden. Der Stör ist ein lebendes Fossil und soll für unsere nachfolgenden Generationen als ein Teil der Evolutionskette wieder zu bewundern sein. Ich wünsche den Projektpartnern weiterhin viel Durchhaltevermögen und Erfolg bei der Aussiedlung dieser beeindruckenden Tierart und gratuliere zur Auszeichnung!“

Das BfN unterstützte die Stör-Projekte seit 1996 für viele Jahre

2013 - Aussetzen der Jungstöre in der Elbe bei Lenzen. Foto: IGB Berlin
2013 - Aussetzen der Jungstöre in der Elbe bei Lenzen. Foto: IGB Berlin
2013 - Ist das vielleicht der 10.000ste Stör für die Elbe? Foto: K. Wollny-Goerke
2013 - Ist das vielleicht der 10.000ste Stör für die Elbe? Foto: K. Wollny-Goerke

Das Bundesamt für Naturschutz und sein Meeresschutzfachgebiet als langjähriger Projektpartner engagiert sich seit 17 Jahren für die Störe. „Wir haben die einzelnen Projekte sehr gern unterstützt, denn das Gesamtvorhaben ist ein vorbildliches Beispiel für eine sehr gut begleitete Wiedereinbürgerung“, so Dr. Henning von Nordheim (BfN). „Seine Erfolgsgeschichte ist beispielhaft auf vielen Ebenen. Wir freuen uns mit den Projektpartnern!“, hob Dr. von Nordheim während des Aussetzens hervor.

Störe sind quasi „Wanderer zwischen den Welten“: viele Jahre ihres Lebens verbringen sie als adulte Tiere im Meer, zum laichen wandern sie im Alter von 12-16 Jahren kilometerweit die Flüsse hinauf. Insbesondere die Jungfische benötigen naturbelassene, strukturreiche und saubere Fließgewässer zum Aufwachsen, bevor sie dann ins Meer ziehen. Auf ihren Wanderrouten und in den Nahrungsgebieten in Meer und Fluss benötigen Störe ideale Lebensbedingungen, sie stehen damit beispielhaft für andere Wanderfische und weitere Arten mit ähnlichen Lebensraumansprüchen.

Wanderer zwischen den Welten

Markierter Jungstör in der Elbe - auf geht´s in die Freiheit! Foto: K. Wollny-Goerke
Markierter Jungstör in der Elbe - auf geht´s in die Freiheit! Foto: K. Wollny-Goerke

BfN-Video: Der Stör – Fisch des Jahres 2014

BfN-Video: Rettung der Störe

Broschüre Nationaler Aktionsplan

Titelbild Nationaler Aktionsplan zum Schutz und zur Erhaltung des Europäischen Störs Acipenser sturio

Die gedruckten Exemplare sind leider vergriffen. Bitte wenden Sie sich direkt an die Autoren unter:
sturgeon@igb-berlin.de.

Der Download ist möglich auf der Website der Gesellschaft zur Rettung des Störs.