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Bundesamt für Naturschutz

3. Fachgespräch zu Naturschutz und Erneuerbaren Energien

Presse
Erneuerbare Energien
16.11.2023
Berlin
„Planungsbeschleunigung und Artenschutz beim Ausbau der Windenergie an Land“ war das Thema des 3. BfN-Fachgesprächs zu Naturschutz und Erneuerbaren Energien. Rund 700 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis, Unternehmen und Verbänden verfolgten die Veranstaltung am 13. November in Präsenz in Berlin und online.
Podium des BfN-Fachgespräch zu Naturschutz und erneuerbaren Energien am 13.11.2023
v.l.n.r.: Dr. Matthias Proske (RVMO), Michael Heugel (BMUV), Sabine Riewenherm (Präsidentin des BfN), Kathrin Ammermann (BfN), Dr. Tanja Busse, Markus Pauly (JUWI), Magnus Wessel (BUND e.V.), Monika Agatz (Kreis Borken), das Podium des BfN-Fachgespräch zu Naturschutz und erneuerbaren Energien am 13.11.2023

„Das breite Interesse verdeutlicht die Aktualität des Themas und die Notwendigkeit für einen Austausch. Angesichts der hohen Ausbauziele im Bereich erneuerbarer Energie ist es wichtig, ins Gespräch zu kommen und gute Ansatzmöglichkeiten und Lösungswege zu finden“, sagte BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm zur Eröffnung der Veranstaltung. Mit Blick auf die Flächenkonkurrenz erklärte sie: „Um Klima- und Biodiversität zu schützen, ist der Ausbau Erneuerbarer Energien unumgänglich. Der Ausbau der Windenergie und der Schutz der Biodiversität können aber nur in Einklang gebracht werden, wenn der Arten- und Gebietsschutz bei der Ausweisung von Flächen eine angemessene Würdigung erhalten.“

In den letzten beiden Jahren gab es auf Bundesebene intensiven Anstrengungen, den Ausbau der erneuerbaren Energien als zentrales Element zur Erreichung der Klimaziele deutlich zu erhöhen und zu beschleunigen. Als Hemmnisse stellten sich unter anderem fehlende planerisch gesicherte Flächen, eine zu lange Dauer von Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Unklarheiten im Umgang mit dem Artenschutz heraus. Um diesen zu begegnen, wurde eine Vielzahl an neuen Gesetzen bzw. Gesetzesänderungen verabschiedet.

Mit dezidierten Flächenzielen für die Bundesländer und Verfahrenserleichterungen für Genehmigungen in Windenergiegebieten adressiert der Gesetzgeber sowohl die Landes-, die regionale als auch die kommunale Ebene.

Doch für die Betroffenen sind nach wie vor zahlreiche Fragen offen. In ihren Impulsvorträgen erläuterten Dr. Matthias Proske vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein und Monika Agatz vom Kreis Borken ihre Erfahrungen aus der Praxis.

Diese Problematik spiegelte sich auch in der anschließenden Podiumsdiskussion wieder. Ihre Erfahrungen und Positionen tauschten dabei aus: Monika Agatz (Kreis Borken), Dr. Matthias Proske (Regionalverband Mittlerer Oberrhein), Michael Heugel (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz), Markus Pauly (JUWI GmbH), Magnus Wessel (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und Kathrin Ammermann (Bundesamt für Naturschutz). Unter anderem bestand Einigkeit darin, dass für die Umsetzung des beschleunigten Ausbaus der Erneuerbaren Energien ein enger Austausch aller beteiligten Akteure, stabile Rahmenbedingungen sowie möglichst umfassende Datengrundlage zur Beurteilung des Artenschutzes notwendig sind.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Tanja Busse.

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