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ID 220 - Muldestausee, ST

Gebietsnummer:

Muldestausee ©S. Ellermann, LAU-Archiv
Muldestausee ©S. Ellermann, LAU-Archiv

220

Gebietsname:

Muldestausee

Schutzzeit:

September - März

Gebietsfläche (in Hektar):

789


Kurzbeschreibung des Gebiets:

In der durch Braunkohletagebau geprägten Bergbaufolgelandschaft im Landkreis Bitterfeld liegt an der Grenze des Naturparks Dübener Heide der Muldestausee. 1975 und 1976 wurde das Restloch des ehemaligen Tagebaues Muldenstein mit Wasser aus der Mulde geflutet. Mit ca. 9 km Länge, bis zu 2 km Breite und einer maximalen Tiefe von ca. 35 Metern gehört er zu den größten Gewässern Sachsen-Anhalts. Der nährstoffreiche See und die angrenzende Auenlandschaft der Mulde mit Auenwäldern, Auenwiesen, Schlammfluren und Altwässern machen das Gebiet zu einem bedeutenden Brut-, Rast-, Überwinterungs- und Nahrungsplatz für zahlreiche Vogelarten. Insbesondere nordische Gänse nutzen den Muldestausee jedes Jahr auf ihrem Zug.



Luftfahrt-bedeutsame Vogelarten:

Gesamtpopulation (Durchschnittswert): 15.000


    Blässgänse ©Jannes Bayer
    Blässgänse ©Jannes Bayer

    Saatgans ©Biologische Station im Kreis Wesel
    Saatgans ©Biologische Station im Kreis Wesel

Links zu Biotop- und Arteninfodatenbanken:

Natursportinfo: Informationen zu Tierarten und Lebensräumen 


Gebietskarte (aus ICAO 2010):

ID 220 Muldestausee ICAO 2010 (© DFS)
Gebietsdarstellung aus ICAO Karte 2010: ID 220 Muldestausee (© DFS)

Luftbilder des Gebietes:


Muldestausee ©S. Ellermann, LAU-Archiv
Muldestausee ©S. Ellermann, LAU-Archiv

Blick über den Einlauf der Mulde in den Stausee.


Bilder von Arten & Lebensräumen:


Blässgans ©Jannes Bayer
Blässgans ©Jannes Bayer

Blässgänse erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 1,65 Metern. Ausgewachsene Blässgänse lassen sich übrigens u.a. anhand ihrer weißen Schnabelbasis gut von anderen Wildgänsen unterscheiden.


Saatgänse ©Jannes Bayer
Saatgänse ©Jannes Bayer

Saatgänse zählen mit einer Flügelspannweite von bis zu 1,76 Metern zusammen mit den Graugänsen zu den größten heimischen Wildgänsen. Charakteristisch sind ihr schwarz-oranger Schnabel und der dunkle Kopf. Zwei Unterarten überwintern in Mitteleuropa: die Waldsaatgans und die Tundrasaatgans.

Letzte Änderung: 28.03.2010

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