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Bundesamt für Naturschutz

Untersuchung zur Gefährdung von Arten: Ursachenkatalog veröffentlicht

Presse
Arten
Gebiete und Lebensräume
09.02.2026
Bonn
Warum die Artenvielfalt in Deutschland weiter abnimmt, soll künftig besser erklärbar sein. Das Bundesamt für Naturschutz hat in Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück sowie mit Expertinnen und Experten zu verschiedenen Artengruppen einen umfassenden „Katalog der Gefährdungsursachen“ veröffentlicht.
Autobahnkreuz umgeben von einer grünen Landschaft
Lebensraumzerschneidung: Autobahn A44 verläuft durch Kalkmagerrasen Weldaer Berg, Warburg (NRW)

Das Werk dient als Grundlage für Untersuchungen von Gefährdungsursachen und zeigt Faktoren auf, die zum Rückgang von Arten in Deutschland führen können. 
Der Katalog listet und erläutert 251 Gefährdungsursachen, also jene menschlichen Aktivitäten und sich daraus ergebende Veränderungen, die sich negativ auf Tiere, Pflanzen und Pilze auswirken. Aufgeführt sind beispielsweise landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Prozesse, Nähr- und Schadstoffeinträge oder Auswirkungen des Klimawandels.

Dabei sind sowohl Faktoren berücksichtigt, die an Land eine Rolle spielen, als auch solche, die im Meer oder im Süßwasser Arten beeinflussen. Der Katalog berücksichtigt zudem Entwicklungen im Zeitverlauf. Historische Einflüsse sind ebenso enthalten wie jüngst verstärkte Belastungen. Der Band erklärt die Zusammenstellung und Strukturierung der Faktoren und bietet Hinweise zur Nutzung. Zahlreiche Gefährdungsursachen sind durch aussagekräftige Fotos illustriert. 

Der Katalog wurde im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens zur Vorbereitung einer artengruppenübergreifenden Analyse der Gefährdungsursachen von Rote-Liste-Arten erarbeitet. Er kann darüber hinaus vielseitig genutzt werden, um wichtige Gefährdungsursachen für Arten, Artengruppen oder Artgemeinschaften konkret zu benennen und standardisiert abzubilden. Darauf aufbauend können erforderliche naturschutzfachlich Maßnahmen abgeleitet werden, um dem Rückgang der Artenvielfalt langfristig zu entgegnen.

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