Bundesamt für Naturschutz

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Erfolgskontrolle von abgeschlossenen E+E-Vorhaben zur Auenrenaturierung

Förderschwerpunkt:

Biotope schützen: Erhaltung, Wiederherstellung und Vernetzung wertvoller Lebensräume


Ort:

Hase, Landkreis Emsland (Niedersachsen), Berkel, Kreis Borken (Nordrhein-Westfalen), Weser, Kreis Höxter (Nordrhein-Westfalen), Oster, St. Wendel (Saarland)


Laufzeit:

04/2015 - 11/2019 (projektübergreifende wissenschaftliche Nachuntersuchung)


Projektbeschreibung:

Naturnahe Fließgewässer und Auen sind Zentren der biologischen Vielfalt. In Deutschland ist ihr Reichtum an Arten und Lebensräumen durch Ausbau der Flüsse, Nutzungen vielfältiger Art und großflächigen Verlust der auentypischen Dynamik allerdings stark zurückgegangen. Um einen weiteren Rückgang zu verhindern, sind Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen notwendig. Obwohl diverse Landes- und Bundesprogramme dafür eingerichtet worden sind, ist der flächenmäßige Anteil renaturierter Auen zurzeit noch relativ gering und der Bedarf an Renaturierungsmaßnahmen weiterhin hoch.

Auch die Anzahl der Auenrenaturierungsprojekte, deren Wirkung auf die biologische Vielfalt mit Hilfe von mehrjährig angelegten Beobachtungen wissenschaftlich untersucht worden ist, ist gering. Ein systematisches langfristiges Monitoring von Auenrenaturierungen ist praktisch nicht vorhanden.

An den Fließgewässern Hase, Berkel, Weser und Oster sind im Zeitraum von 1988 bis 2004 Auenrenaturierungen durchgeführt worden. Die vier Projekte wurden als E+E-Vorhaben gefördert und waren jeweils von wissenschaftlichen Erfolgskontrollen begleitet. Bei diesen Vorhaben liegen mehrjährige Datenreihen zu unterschiedlichen Aspekten der Biodiversität in Auen vor, die nun zur Überprüfung auch von längerfristigen Wirkungen der Renaturierung herangezogen und aktualisiert werden können.

Die in dem aktuellen E+E-Vorhaben stattfindende begrenzte Wiederaufnahme der wissenschaftlichen Begleitung in diesen Projekten hat zum Ziel, den heutigen Zustand der renaturierten Flächen vergleichend zu untersuchen und die Erfahrungen, die sich aus einer 10 – 20jährigen Entwicklung renaturierter Auen ergeben, für die Verwendung bei künftigen Auenrenaturierungen übergreifend auszuwerten. Im Vordergrund steht dabei die Entwicklung der Biodiversität in den jeweiligen Projektgebieten. Daneben werden aber im Rahmen des Möglichen auch Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, sozioökonomische Effekte der Projekte, Auswirkungen auf Ökosystemleistungen und ggf. projektspezifische Besonderheiten untersucht. Im Ergebnis sollen der Fachöffentlichkeit Hinweise für die Gestaltung und Steuerung von Renaturierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. 


Projektträger:

Universität Osnabrück, Fachbereich 5; Arbeitsgruppe Ökologie, Barbarastraße 13, 49076 Osnabrück


Fachbetreuer im BfN:

Eckhard Peters FG II 3.2


Projektförderer:

BfN


Finanzvolumen:

727 T€


Letzte Änderung: 18.01.2019

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