Bundesamt für Naturschutz

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Gesellschaft

Einstellungen zur Gentechnik in der Landwirtschaft

Zustimmung zum Verbot gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft

Gentechnik wird von der Mehrheit der Bevölkerung klar abgelehnt

Eine Umfrage im Rahmen der Naturbewusstseinsstudie 2015 durch das BMUB und das BfN hat ergeben: Die Bevölkerung spricht sich klar gegen die Anwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft aus. Selbst die weit verbreiteten Argumente, dass Gentechnik die Kosten für Lebensmittel senken oder einen Beitrag zur Bekämpfung des Welthungers darstellen könnte, stoßen überwiegend auf Ablehnung.


Drei Viertel der Bevölkerung vertreten im Rahmen der Naturbewusstseinsstudie 2015 die Ansicht, dass der Mensch nicht das Recht besitzt, Tiere und Pflanzen gezielt gentechnisch zu verändern, 48 Prozent äußern dies sogar mit Nachdruck. Weiterhin lehnen es insgesamt 79 Prozent der Deutschen ab, dass Nutztiere mit gentechnisch veränderter Nahrung gefüttert werden, 53 Prozent vertreten diese Position sogar mit besonderer Deutlichkeit. Nur 7 Prozent haben überhaupt kein Problem damit, selber gentechnisch veränderte Lebensmittel zu essen (höchste Zustimmungsstufe), während 45 Prozent große und weitere 28 Prozent eher damit Probleme haben.

Argumente für Gentechnik finden kaum Zuspruch

In der Diskussion um Gentechnik in der Landwirtschaft spielen zwei Argumente eine wichtige Rolle: Gentechnik als Beitrag zur Bekämpfung des Welthungers und Gentechnik als Beitrag zur Kostensenkung bei Lebensmitteln. Gegenüber beiden Begründungen überwiegt in der Bevölkerung die Ablehnung: Gut zwei Drittel der Deutschen lehnen das Argument der Kostensenkung ab, und insgesamt 62 Prozent sind voll und ganz oder zumindest eher der Meinung, das Gentechnik keinen Beitrag zur Bekämpfung des Welthungers darstellt.

Ein Verbot von gentechnisch veränderten Organismen stößt auf Unterstützung

Insgesamt 76 Prozent der Bevölkerung sprechen sich dafür aus, den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft zu verbieten, 44 Prozent sogar mit Nachdruck. Die Unterstützung eines solchen Verbotes bleibt damit in Deutschland weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, auch wenn gegenüber der ersten Erfassung im Jahr 2009 ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist (2009: 87 Prozent Zustimmung, 2013: 84 Prozent).