Bundesamt für Naturschutz

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Erneuerbare Energien

Bruttostromerzeugung in Deutschland im Jahr 2015

Strom wird in Deutschland zunehmend durch erneuerbare Energien erzeugt

Erstmals wird mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus Braunkohle erzeugt: Zu mehr als einem Viertel tragen Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse zur Stromproduktion in Deutschland bei. Grund ist die gesellschaftliche Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Der starke Ausbau der erneuerbaren Energien wird sich in vielen Regionen Deutschlands auf die biologische Vielfalt und auf das Landschaftsbild auswirken. Für eine natur- und landschaftsverträgliche Gestaltung besteht daher ein hoher Handlungsbedarf.


Die Bedeutung der erneuerbaren Energien im Strombereich ist wesentlich auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurückzuführen. 2015 war der Anteil der Stromerzeugung aus allen Erneuerbaren an der gesamten Bruttostromerzeugung (das heißt der gesamten Stromerzeugung ohne Berücksichtigung des Eigenverbrauchs der Erzeuger sowie ohne Im- und Exporte) zusammengenommen (30 Prozent) deutlich größer als der aus Braunkohle (24 Prozent). Während die Wasserkraft in den vergangenen Jahren etwa konstante Strommengen lieferte, wurde die Stromerzeugung aus Wind, Biomasse und Photovoltaik stark ausgebaut. In den kommenden Jahren ist ein jährlicher Zubau vor allem in den Bereichen Windenergie (an Land und auf See) und Photovoltaik geplant. Die Bioenergienutzung soll nur noch moderat ausgeweitet werden (Vergleiche Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017).

Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss naturverträglich gestaltet werden

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird sich in vielen Regionen auf die biologische Vielfalt, auf den Naturhaushalt und auf das Landschaftsbild auswirken. Zahlreiche Landschaften in Deutschland sind infolge der Energiewende erheblichen Veränderungen ausgesetzt, insbesondere durch das Zusammenwirken der drei am häufigsten ausgebauten Technologien: Biogas, Windenergie und Photovoltaik auf Freiflächen. In der Nationalen Strategie der Bundesregierung zur biologischen Vielfalt wird jedoch als explizites Ziel formuliert, dass die Erzeugung und Nutzung der erneuerbaren Energien nicht zu Lasten der biologischen Vielfalt gehen dürfen. Prognosen weisen darauf hin, dass es einen hohen Handlungsbedarf für eine natur- und landschaftsverträgliche Gestaltung des aktuellen und künftigen Wandels im Energiesektor gibt.

Weiterführende Infos

Erneuerbaren Energien (BfN-Themenseite)