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Bundesamt für Naturschutz

BfN-Schriften 741 - Die Höhenverteilung von Fledermäusen an Windenergieanlagen

Erneuerbare Energien
BfN-Schriften
Seit einigen Jahren wird die Frage diskutiert, wie sich der kombinierte Effekt von Rotordurchmesser und Anlagenhöhe einer Windenergieanlage auf das Kollisionsrisiko von Fledermäusen auswirkt. Ein zentraler Punkt ist hierbei, wie groß der Erkenntnisgewinn ist, der durch zusätzliche Mikrofone am Turm der Windenergieanlage beim sogenannten Gondelmonitoring (also der akustischen Erfassung von Fledermäusen im Rotorbereich) erzielt werden kann. In welchen praktischen Fällen die Installation eines zusätzlichen Mikrofons zur Erfassung von Fledermäusen am Turm von WEA sinnvoll ist, hat das Vorhaben ermittelt.
Autor*in
Oliver Behr, Sören Greule, Johanna Grimm, Christof Happ, Fränzi Korner-Nievergelt und Florian Stehr
Herausgeber*in
Bundesamt für Naturschutz
Publikationsjahr
2025
Heft Nr.
741
Sprache
Deutsch
Seiten
88
ISBN
978-3-89624-505-2
DOI
10.19217/skr741

Beschreibung

Die Analysen haben ergeben, dass zur Verringerung der Vorhersageunsicherheit die Gondelbeprobung möglichst vieler WEA innerhalb eines Windparks meist effizienter als zusätzliche Turmerfassungen sind.

Fachlich sinnvoll ist die zusätzliche Installation eines Turmmikrofons bei WEA mit einem geringen rotorfreien Bereich. Empfohlen wird eine zusätzliche Erfassung am Turm für WEA mit einem rotorfreien Raum unter 30 m sowie für WEA mit rotorfreiem Bereich unter 60 m, wenn große Quartiere schlaggefährdeter Fledermausarten in der Nähe liegen oder die Landnutzung eine hohe Fledermausaktivität erwarten lässt. Für den Fall der Verwendung eines Turmmikrofons werden Erfassungsstandards definiert.

Zusätzlich wurde in einem Nebenprojekt die Zuverlässigkeit von Messwerten von Niederschlagssensoren geprüft. Dabei konnten zwei qualitativ hochwertige Messgeräte plausible Daten liefern.

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