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Bundesamt für Naturschutz

Hochschwarzwald (Südlicher Schwarzwald)

Bundesland
Baden-Württemberg
Landschaftsgroßeinheit
Süddeutsches Stufenland mit seinen Randgebirgen und dem Oberrheinischen Tiefland
Landschaftstyp
2.1 Reine Waldlandschaft
Landschafts-ID
15500
Fläche in km²
1550 km2

Beschreibung

Der Hochschwarzwald ist ein stark zertalter Bereich des Grundgebirges. Vorwiegend liegt die Landschaft mehr als 500 m ü. NN und erreicht um den Feldberg eine Höhe von knapp 1500 m ü. NN. Das Elztal und der Titisee im Norden und die buntsandsteinbedeckten Bruchstufen des Weitenauer Berglandes im Süden grenzen das zum Teil eiszeitlich geprägte Hügelland ein. Wichtige Teillandschaften sind der südliche Kammschwarzwald und der südliche Hochflächenschwarzwald. Die Haupttalzüge sind das Dreisamtal, das Münstertal, das Wehratal, das Wiesental und das Albtal. Besonders in den Hanglagen existiert ein hoher Waldbestand, der allerdings in den Tälern und Hochlagen durch zusammenhängende Offenlandflächen verdrängt ist. Ausgedehnte Moorflächen befinden sich im Hotzenwald. Die Niederschläge erreichen im Feldberggebiet nahezu 2000 mm/Jahr.
Fast das gesamte Gebiet wird forstwirtschaftlich genutzt. Dabei dominiert von Westen nach Osten zunehmend der Nadelwaldbestand. Auf den Offenlandflächen wird vorwiegend extensive Grünlandnutztung betrieben. Der Hochschwarzwald ist zudem die am stärksten nachgefragte Erholungs- und Fremdenverkehrslandschaft Baden-Württembergs. Besonders die Regionen Feldberg, Schauinsland und Todtmoos sind als Wintersportgebiete zu erwähnen. Darüberhinaus sind Triberg und Blauen als wichtige Gebiete zum Drachenfliegen, Wandern, Mountainbiken und Klettern zu nennen.
Aufgrund seines Biotopreichtumes ist das Gebiet mit großen Flächen in die PLENUM-Konzeption eingebunden. Bereits existierende und große Naturschutzgebiete sind "Feldberg", "Gletscherkessel Präg" und "Belchen". Diese überschneiden sich größtenteils mit FFH- und SPA-Schutzzonen. Besonders die Gebirgsbiotope, Magerrasengesellschaften und offene Moorlandschaften beherbergen schutzbedürftige und z.T. landesweit exklusive Arten. Der Anteil an naturnahen Fließgewässern ist ebenso wie der Anteil historisch alter Waldstandorte insgesamt sehr hoch. Neben den Schutzgebieten sind weitere Waldflächen und/oder besonders trockene und feuchte Bereiche als "National bedeutsame Flächen für den Biotopverbund" erfasst worden.

Schutzgebietsanteile

FFH-Gebiete
20,84 %
Vogelschutzgebiete
21,75 %
Naturschutzgebiete
7,98 %
Nationalparke
0 %
sonst. Schutzgebiete
6,3 %
Effektiver Schutzgebietsanteil
29,66 %
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
Hinweis
Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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