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Zwei Mondfische westlich von Helgoland beobachtet


Mondfisch (Mola mola) westlich von Helgoland. Foto: Kai Borkenhagen (FTZ)
Mondfisch (Mola mola) westlich von Helgoland. Foto: Kai Borkenhagen (FTZ)

Zwei Mondfische westlich von Helgoland beobachtet

Am 18.06.2019 wurden knapp 40 km westnordwestlich von Helgoland (54,2686°N 7,3333°O) zwei Kurze Mondfische (Mola mola) (Linnaeus 1758) mit einer Körperlänge von etwa 70 Zentimetern beobachtet.

Kurze Mondfische sind weltweit in warmen und gemäßigten Meeren verbreitet und gehören mit einem maximalen Gewicht von 2,3 Tonnen und einer Länge von bis zu 2,7 Metern zu den schwersten und größten Knochenfischen überhaupt. Trotz ihrer gedrungenen Körperform sind sie aktive Schwimmer, die ihre Nahrung in Wassertiefen bis zu 700 Metern suchen. Sie ernähren sich von Quallen, Fischen, Mollusken, Krebstieren und Zooplankton. In der Nordsee werden Mondfische nur selten lebend beobachtet, aber es kommt hin und wieder zu Strandfunden verendeter Individuen.

Die jetzt gesichteten Mondfische wurden während einer schiffsgestützten Seevogelerfassung vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) der Universität Kiel beobachtet. Das FTZ führt die Ausfahrten im Rahmen des Marinen Biodiversitätsmonitorings des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in Nord- und Ostsee durch und erfasst eigentlich die Verbreitung der küstenfernen Seevogelbestände. Es werden aber auch immer wieder besondere Meeresorganismen angetroffen und registriert. 


Einer von zwei Mondfischen (Mola mola) die im Juni 2019 westlich von Helgoland gesichtet wurden. Foto: Kai Borkenhagen (FTZ)
Mondfisch (Mola mola) westlich von Helgoland. Foto: Kai Borkenhagen (FTZ)