Rutilus virgo (Heckel, 1852)

Frauennerfling

bis 40 cm langer, karpfenartiger Fisch

EU-Code: 1114, Anh. II

Rote Liste Deutschland: 3 (2009)


Verbreitung

Der Frauennerfling ist in der oberen und mittleren Donau sowie deren größeren Zuflüssen verbreitet. In Deutschland gibt es aktuelle Vorkommen in der Donau bzw. ihren Nebengewässern in Mittelfranken und Niederbayern sowie in der deutsch-österreichischen Grenzstrecke des Inns. Es werden die tieferen Abschnitte der Flüsse bewohnt.


Fortpflanzung/Biologie

Die Laichzeit liegt im April und Mai. Die Eiablage erfolgt auf flachen, stark überströmten Kiesbänken an Steinen oder Pflanzen. Ein Weibchen produziert etwa 25.000 bis 30.000 Eier. Die Nahrung besteht aus Benthosorganismen.


Gefährdung

Die Art ist insbesondere durch den Querverbau der Flüsse gefährdet. Insgesamt besteht akuter Forschungsbedarf in allen naturschutzfachlichen Fragen, so dass keine weiteren konkreten Gefährdungsursachen genannt werden können.


Schutz

Aufgrund des großen Forschungsbedarfs können keine konkreten Schutzvorschläge gegeben werden. Alle bekannten Vorkommen sollten möglichst in Schutzgebieten gesichert werden. Die Reduzierung von Querverbauen wird angeregt.


Literaturhinweis

verändert nach:
Steinmann, I. und Bless, R. (2004): Rutilus pigus (La Cepède, 1803). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Bless, R., Boye, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 310-313.


 Artikel drucken

 Fenster schließen