Euplagia quadripunctaria (Poda, 1761)


Syn.: Callimorpha quadripunctaria

Spanische Flagge

Nachtfalterart aus der Familie der Bärenspinner (Flügelspannweite bis 58 mm)

EU-Code: 1078*, Anh. II

Rote Liste Status (D) V


Verbreitung

Die Art kommt außer im Norden im größten Teil von Europa vor. In Deutschland finden sich die Vorkommen schwerpunktmäßig in den Weinbauregionen. Insgesamt ist sie in einer Vielzahl von Habitaten zu beobachten. Im Hochsommer sucht sie schattige, kühle Plätze auf, kommt ansonsten aber auch an trockenen, warmen Stellen vor.


Fortpflanzung/Biologie

Die Eier werden in einschichtigen sogen. "Eierspiegeln" abgelegt. Die nachtaktiven Raupen leben tagsüber einzeln und versteckt. Nach der Überwinterung findet man sie noch bis Ende Mai, bevor sie sich in einem seidenen Kokon verpuppen und ca. 4-6 Wochen später der Falter schlüpft. Raupe und Falter fressen bzw. saugen an unterschiedlichsten Pflanzenarten.


Gefährdung

Die Art ist besonders in den Weinbaulandschaften der alten Bundesländer noch häufig anzutreffen und zeigt vielerorts eine positive Bestandesentwicklung. Außerhalb dieser klimatisch begünstigten Gebiete gibt es jedoch auch Vorkommen, die lokal oder regional durch die Zerstörung ihrer Lebensräume gefährdet sind.


Schutz

Die Art kommt vielerorts in stabilen Populationen vor, weshalb häufig keine speziellen Schutzmaßnahmen empfohlen werden können. Allgemeine Maßnahmen zur Lebensraumsicherung können Teilentbuschung, Vernetzung besiedelbarer Geländestrukturen, Mahdverbot von wasserdostreichen Hochstaudenfluren im Hochsommer, Verzicht auf Aufforstung u. ä. sein.


Literaturhinweis

verändert nach:
Drews, M. (2003): Euplagia quadripunctaria (Poda, 1761). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Biewald, G., Hauke, U., Ludwig, G., Pretscher, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(1): 480-486.


 Artikel drucken

 Fenster schließen