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Anthrenochernes stellae Lohmander, 1939


Pseudoskorpion

ca. 2,5 mm große Pseudoskorpion-Art

EU-Code: 1936, Anh. II

Rote Liste Deutschland: 2 (2016)


Verbreitung

Die Art ist bisher aus Dänemark, Schweden, Polen, Tschechien und Deutschland bekannt. In Deutschland wurde sie bislang nur zwei Mal mit je zwei Exemplaren (Thüringen und Sachsen) gefunden. Zwei Neunachweise liegen aus Baden-Württemberg und dem Saarland vor. Fundierte Aussagen zur Verbreitung sind aufgrund der Seltenheit jedoch nicht möglich. Besiedelt werden vorwiegend Baumhöhlen mit Mulm in Wäldern und Einzelbäumen.


Fortpflanzung/Biologie

Offensichtlich kommen die einzelnen Entwicklungsstadien das ganze Jahr nebeneinander vor. Weitere Angaben sind derzeit nicht möglich.


Gefährdung

Als Gefährdungsursache relevant ist sicherlich die Beseitigung von Totholz, insbesondere von Höhlenbäumen. Gründe dafür sind v. a. in der Verkehrssicherungspflicht zu suchen.


Schutz

Zum Schutz der Art müssen alte Höhlenbäume durch Aufklärung oder Maßnahmen wie Biotopschutz bzw. Ausweisung als Naturdenkmal oder Naturschutzgebiet erhalten werden. Die Gewährleistung der Verkehrssicherungspflicht sollte durch baumchirurgische Maßnahmen erfolgen.


Literaturhinweis

verändert nach:
Drogla, R. (2003): Anthrenochernes stellae Lohmander, 1939. In: Petersen, B., Ellwanger, G., Biewald, G., Hauke, U., Ludwig, G., Pretscher, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(1): 713-716.

Letzte Änderung: 06.06.2019

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