Bundesamt für Naturschutz

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Aktivitäten des BfN

Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben

Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E-Vorhaben) werden seit 1987 durchgeführt. Sie liefern einen entscheidenden Beitrag, die konzeptionellen Vorstellungen des Bundes zur Naturschutzpolitik beispielhaft zu demonstrieren, in der Praxis weiterzuentwickeln und die Entscheidungsgrundlagen für die künftige Arbeit zu verbessern.


Schönauer Holz, neu angelegter Urbaner Wald im Leipziger Stadtteil Grünau
Das Foto zeigt einen neu angelegten Urbanen Wald vor der Gebäudekulisse Mehrgeschossiger Wohnhäuser in typischer Plattenbauweise.

Laufende E+E-Vorhaben

Waldgärten als langfristige, multifunktionale Flächennutzung im urbanen Raum

Weitere Informationen im Steckbrief.

Abgeschlossene E+E-Vorhaben

Einbeziehung von Tierbedürfnissen in die Planung und Gestaltung von Freiräumen - Animal-Aided Design


Haussperling
Das Foto zeigt einen männlichen Haussperling auf einer historischen Terrassenmauer.

Städte mit ihrem vielfältigen Habitatmosaik werden auch für Tiere immer attraktiver. Wildtiere in der Stadt beleben und bereichern unseren städtischen Alltag. Dennoch werden Tiere im urbanen Raum und bei der Gestaltung von Freiräumen bisher nicht ausreichend betrachtet. Das Konzept von Animal-Aided Design (AAD) möchte anhand praktischer landschaftsarchitektonischer Gestaltungsaufgaben das Konzept zum Erhalt der biologischen Vielfalt im urbanen Raum mit den Ökosystemleistungen städtischer Grünräume verbinden. Ziel von AAD ist es, die Bedürfnisse von Tieren im Planungsprozess besser zu berücksichtigen und als kreativen Entwurfsbaustein der Freiraumgestaltung zu nutzen. AAD zielt auf die integrative Planung von Tiervorkommen bei der Freiraumgestaltung und setzt sowohl bei der landschaftsarchitektonischen Gestaltung von Freiräumen als auch bei Planungen des Naturschutzes z. B. im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen an. Tiere werden als integraler Bestandteil der Entwurfsplanung gleichberechtigt neben anderen Planungsbelangen betrachtet. In der Voruntersuchung wurde die Methode AAD im Hinblick auf die Einbindung in konkrete Planungsabläufe der städtebaulichen Entwurfsplanung und der architektonischen und landschaftsarchitektonischen Objektplanung weiterentwickelt. Der Fokus der Betrachtung lag auf den gebäudebezogenen Freiflächen im Wohnungsbau – im Wohnumfeld. Es wurde geprüft für welche Tierarten, für welche Projekte des Wohnungsbaus und in welchen Phasen der Objektplanung eine Anwendung von AAD in der Stadt generell erfolgsversprechend ist.

Weitere Informationen:
Broschüre (deutsch) Animal-Aided Design im Wohnumfeld, pdf-Datei (9.96 MB) 
Broschüre (englisch) Animal-Aided Design in residential areas
BfN-Skript 595: Animal-Aided Design 

Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie Technische Universität München 

Universität Kassel, Fachgebiet Freiraumplanung 

Naturerfahrungsräume in Großstädten am Beispiel Berlin


Kinderspiel im Naturerfahrungsraum
Das Foto zeigt vier spielende Kinder auf einen als Spielelement aufgeschichteten Reisighaufen in einem waldbestockten Naturerfahrungsraum.

Ziel des Vorhabens war, am Beispiel der Großstadt Berlin, auf Grundlage theoretischer und erster praktischer Erfahrungen drei Naturerfahrungsräume unter Erprobung verschiedener konzeptioneller Ansätze zu Planung, Realisierung und langfristiger Betreuung zu entwickeln. Die dabei gewonnenen Erfahrungen wurden dokumentiert, analysiert und aufbereitet, dass ein auf andere Großstädte übertragbares Verfahren zur Planung, Realisierung, Nutzung, Betreuung und Pflege von Naturerfahrungsräumen zur Verfügung gestellt werden konnte. Dabei ging es auch darum, die Bedeutung solcher Flächen für die Biodiversität im Siedlungsraum und ihre Funktion zur Abpufferung von Klimaextremen in Großstädten bei der Planung zu berücksichtigen und zu erproben.

Die konkreten Umsetzungserfahrungen aus dem E+E-Vorhaben unterstützen das Interesse an der Realisierung von Naturerfahrungsräumen auch in anderen Großstädten.

Weitere Informationen:
Kinder brauchen Freiräume. Kinder lieben spielen. Und Kinder lieben Natur. Beides vereint das einfache wie geniale Konzept der Naturerfahrungsräume. Warum diese Spiel- und Entdeckungsmöglichkeit für Kinder in der Stadt so wichtig ist, zeigt ein Kurzfilm. Den Film in voller Länge und Infos zum Thema gibt es auf: www.stiftung-naturschutz.de/ner
Broschüre: Leitfaden Naturerfahrungsräume in Großstädten – Eine Arbeitshilfe für Vorbereitung, Planung, Einrichtung und Betrieb, pdf-Datei (24 MB) 
BfN-Skript 560: Naturerfahrungsräume in Großstädten Flächenentwicklung – Kinderspiel – rechtliche Rahmenbedingungen, pdf-Datei (17.9 MB)
BfN-Skript 345: Naturerfahrungsräume in Großstädten - Wege zur Etablierung im öffentlichen Freiraum, pdf-Datei (5.5 MB)

Ökologische Stadterneuerung durch Anlage urbaner Waldflächen auf innerstädtischen Flächen im Nutzungswandel – ein Beitrag zur Stadtentwicklung


Stadtgärtnereiholz, Urbaner Wald auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei in Leipzig im zehnten Jahr der Aufforstung
Das Foto zeigt den neu angelegten Urbanen Wald als Jungwuchs.

Urbane Wälder sind eine Alternative zu brachliegenden Flächen oder intensiv gestalteten und zu pflegenden Grünflächen. Das Ziel des E+E-Vorhabens war es, die besonderen Bedingungen für innerstädtische Waldflächen zu erkunden und Wege für die aktive und gesteuerte Entwicklung von Wald oder waldartigen Gehölzbeständen aufzuzeigen. Auf drei unterschiedlichen Modellflächen – einer ehemals intensiv genutzten gärtnerischen Fläche, einer rückgebauten Wohngebäudefläche und einer Bahnbrache wurde erprobt, wie eine Flächensicherung und die Anlage von Wald gelingen können und welche Managementansätze für die langfristige Sicherung und Akzeptanz zielführend sind. "Urbaner Wald" wurde hier, abweichend von der traditionellen Forstwirtschaft, als interdisziplinärer und integrativer Ansatz in der Stadtentwicklung erprobt, der wirtschaftliche, soziale, naturschutzfachliche und stadtökologische Aspekte einbezieht.

Weitere Informationen:
Urbane Wälder; Naturschutz und Biologische Vielfalt, Nr. 63: direkt bestellen beim Landwirtschaftsverlag Zusammenfassung, pdf-Datei (514 KB)
Projektseite: Urbane Wälder 


Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (F+E-Vorhaben) sollen Entscheidungsgrundlagen und -hilfen für die Naturschutz- und Umweltpolitik der Bundesregierung liefern.


Urbane Grün-Blaue Infrastruktur
Das Foto zeigt einen schmalen, naturnahen Flusslauf mit Begleitgehölzen aus Eschen, Erlen und Weiden im Frühjahr während des Laubaustriebs, das sich als Band der Grün-Blauen-Infrastruktur durch städtisches Gebiet zieht.

Laufende F+E-Vorhaben

Urbane grüne Infrastruktur konkret - Musterlösungen und Handlungsempfehlungen

Weitere Informationen im Steckbrief.

Fachkommunikation zum Masterplan Stadtnatur

Weitere Informationen im Steckbrief.

Förderung von grüner Infrastruktur und Naturschutzbelangen in Quartieren in der energetischen Stadtsanierung

Weitere Informationen im Steckbrief.

„Stadtnatur erfassen, schützen, entwickeln“ – Naturschutzfachliche Begleitung der Umsetzung des Masterplans Stadtnatur

Weitere Informationen im Steckbrief.

Energetische Gebäudesanierung, Photovoltaik und Schutz gebäudebewohnender Arten Klima- und Artenschutz am Gebäude zusammendenken und gemeinsam voranbringen

Weitere Informationen im Steckbrief.

Naturschutzkonzepte zur Entwicklung urbaner und suburbaner Freiräume. Planerische Steuerung der naturschutzgerechten Siedlungsentwicklung in urbanen und suburbanen Räumen unter besonderer Berücksichtigung naturverträglicher Landnutzung

Weitere Informationen im Steckbrief.

Abgeschlossene F+E-Vorhaben

Schutz und Weiterentwicklung der biologischen Vielfalt im Rahmen der integrierten Stadtentwicklung unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der deutschen Städtebauförderung

Weitere Informationen:
BfN-Skript 563: Schutz und Weiterentwicklung der biologischen Vielfalt im Rahmen der integrierten Stadtentwicklung unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der deutschen Städtebauförderung, pdf-Datei (4.5 MB)

Grüne Infrastruktur im urbanen Raum: Grundlagen, Planung und Umsetzung in der integrierten Stadtentwicklung

Weitere Informationen:
BfN-Skript 503: Grüne Infrastruktur im urbanen Raum: Grundlagen, Planung und Umsetzung in der integrierten Stadtentwicklung, pdf-Datei (3 MB)
Broschüre, deutsch: Urbane Grüne Infrastruktur Grundlage für attraktive und zukunftsfähige Städte - Hinweise für die kommunale Praxis, pdf-Datei (2.85 MB) 
Broschüre, englisch: Urban Green Infrastructure - A foundation of attractive and sustainable cities, pdf-Datei (5.2 MB)

Entwicklung von naturschutzfachlichen Zielen und Orientierungswerten für die planerische Umsetzung der doppelten Innenentwicklung sowie als Grundlage für ein entsprechendes Flächenmanagement

Weitere Informationen:
BfN-Skript 444: Urbanes Grün in der doppelten Innenentwicklung, pdf-Datei (4.9 MB)
Broschüre: Doppelte Innenentwicklung – Perspektiven für das urbane Grün, pdf-Datei (3.4 MB)

Etablierung eines kommunalen Bündnisses für biologische Vielfalt einschließlich Fachkongress

Weitere Informationen:
Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt"

Grün, natürlich, gesund: Die Potenziale multifunktionaler städtischer Grünräume

Weitere Informationen:
BfN-Skript 371: Grün, natürlich, gesund: Die Potenziale multifunktionaler städtischer Grünräume 
Deutsch, pdf-Datei (1.15 MB) 
Englisch , pdf-Datei (1.06 MB)

Noch wärmer, noch trockener? Stadtnatur und Freiraumstrukturen im Klimawandel

Weitere Informationen:
Noch wärmer, noch trockener? Stadtnatur und Freiraumstrukturen im Klimawandel: BfN-Schriftenreihe Naturschutz und Biologische Vielfalt, Heft Nr. 111: direkt bestellen beim Landwirtschaftsverlag 


Naturschutzgroßprojekte

Mit dem Förderprogramm "chance.natur - Bundesförderung Naturschutz“ werden seit 1979 der Schutz und die langfristige Sicherung national bedeutsamer und repräsentativer Naturräume mit gesamtstaatlicher Bedeutung gefördert.

Im Rahmen der Strategie zur Optimierung des Förderprogramms wurde 2007 erstmals der neue Schwerpunkt „Urbane/industrielle Landschaften“ in die Förderkulisse für Naturschutzgroßprojekte aufgenommen.


Amphibienteich mit flachen Uferzonen auf Steinkohlenbergehalde
Das Foto zeigt einen neu angelegten Amphibienteich mit Flachwasserzonen auf einer offenen, fast vegetationslosen Bergehalde des Steinkohlebergbaus Der flache Haldenkörper ist von einer im Frühjahrsaustrieb befindlichen Gehölzkulisse aus Birken, Erlen und Pappeln umgeben.

Natürlich Hamburg!

Weitere Informationen im Steckbrief.
Projektseite: Natürlich Hamburg! 

Landschaft der Industriekultur Nord (LIK.Nord)

Weitere Informationen im Steckbrief
Projektseite: LIK.Nord


Verbändeförderung

Im Rahmen der so genannten Verbändeförderung werden Naturschutz-Projekte von Vereinigungen auf dem Gebiet des Naturschutzes gefördert.


Baumpflanzung im Ehrenamt
Das Foto zeigt eine Baumpflanzaktion durch Ehrenamtliche, die am Ortrand eine Allee an einem Wirtschaftsweg pflanzen.

Laufende Vorhaben

Fit für Stadtnatur

Weitere Informationen auf Projektseite.

Stadt – Natur – Plan! Wegweiser und Stolpersteine im Stadtnaturschutz

Weitere Informationen in der Liste laufende Verbändevorhaben.

Abgeschlossene Vorhaben

Bürgerschaftliches Engagement im öffentlichen Grün

Weitere Informationen:
Schriftenreihe des DRL, Nr. 85 

Netzwerk Garten und Mensch

Weitere Informationen:
DGGL Themenbuch 14

Letzte Änderung: 25.02.2021

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