Bundesamt für Naturschutz

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Thüringer Kuppenröhn

Lage

Freistaat Thüringen, Wartburgkreis sowie Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Naturraum:

Thüringer Vorderrhön, Hohe Rhön, Lengsfeld-Zillbach-Bauerbacher Buntsandstein-Waldland


Fläche:

Fördergebiet: 4.834 Hektar (bestehend aus 11 Einzelgebieten)


Projektbeschreibung:

Rhönschafe bei Unterweid © J. Gombert
Rhönschafe bei Unterweid

Die Kulisse des Fördergebietes liegt im thüringischen Teilgebiet des Biosphärenreservats Rhön sowie gleichermaßen in der Hotspot-Region Nr. 15 (Rhön) für die Biologische Vielfalt in Deutschland. Sie orientiert sich an der ehemaligen innerdeutschen Grenze - dem heutigen Grünen Band, welches in Thüringen 2018 als Nationales Naturmonument gesichert wurde. Dieses bildet das Rückgrat eines regional, national und international bedeutsamen Biotop- und Habitatflächenverbundes.

Das Gebiet ist durch eine abwechslungsreiche Geologie, ein bewegtes Relief und eine reich gegliederte Kulturlandschaft mit unterschiedlichen Nutzungen geprägt. Es beinhaltet Wälder, verschiedene Offenlandlebensräume, Flachmoore, Bäche und felsige Bereiche. Insbesondere den artenreichen Bergwiesen und Kalktrockenrasen wird eine bundesweite Bedeutung zugeschrieben. Charakteristisch sind auch Wald-Offenlandkomplexe, Säume und Streuobstwiesen. Typische Merkmale sind die Wechsel zwischen Basaltkuppen, Hängen unterschiedlicher Exposition und den dazwischen liegenden Tälern, die Wechsel aus Wald und Offenland und die vielfältigen Übergänge von trockenen zu feuchten bis nassen Standorten. Dazu kommt eine relativ geringe Nutzungsintensität.

Das Biosphärenreservat hat eine bundesweite Verantwortung für Arten wie Sumpfspitzmaus, Kreuzkröte und Wanstschrecke, die alle in der Förderkulisse vorkommen. Repräsentativ und zugleich herausragend sind die arten- und individuenreichen Vorkommen von Tagfaltern (darunter eine Fülle von Arten mit Rote Liste 1- und 2 -Status). Dazu kommt eine artenreiche Avifauna mit dem Vorkommen von u.a. Bekassine, Wachtelkönig, Braunkehlchen, Wiesenpieper sowie Rotmilan.

Vorgesehen sind u.a. die Wiederherstellung verloren gegangener ehemals wertvoller Offenlandbereiche, die Vernetzung von Offenlandlebensräumen, die Extensivierung bzw. Optimierung der Grünlandnutzung (v.a. extensive Weidenutzung; extensive Mahd artenreicher Wiesen; Optimierung von Nutzungsterminen), der Erhalt und die Regeneration von Bergmähwiesen, Borstgrasrasen,  Wacholderheiden, gehölzreichen Kalkmagerrasen sowie Streuobstwiesen, die Renaturierung von Mooren, Quellen und Fließgewässern sowie die Sanierung und Neuanlage von Stillgewässern. Daneben sollen Zielarten wie Kreuzotter, Schwarzstorch, Wiesenbrüter, Hochmoor-Perlmuttfalter und Edelkrebs erhalten und gefördert werden.


Förderzeitraum:

Projekt I: 06/2020 - 05/2023 (Erstellung eines Pflege- und Entwicklungsplans mit Moderation)
Projekt II: noch offen


Finanzvolumen:

Projekt I: 0,97 Mio. Euro (0,72 Mio. € Bundesmittel)
Projekt II: noch offen


Zuwendungsempfänger:

Naturschutzgroßprojekt Thüringer Kuppenrhön gGmbH
Pförtchen 15

36452 Kaltennordheim – OT Kaltensundheim

Tel.: 036946 - 290597, Mobil: 01520 2600358
Fax:  036946 - 297862
E-Mail: c.hossfeld@ngp-kuppenrhoen.de


Projektförderer:

BMU/BfN, Freistaat Thüringen, Naturschutzgroßprojekt Thüringer Kuppenrhön gGmbH


Ansprechpartner im BfN:

Dr. Ulla Steer FG II 2.1


Weitere Informationen

... mehr im Internet http://www.lpv-rhoen.de


Letzte Änderung: 22.09.2020

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