Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Landschaftssteckbrief

29204 Laacher Vulkane


Landschaftstyp:

3.1 Gehölz- bzw. waldreiche Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Deutsche Mittelgebirgsschwelle



Fläche:

86 km²



Beschreibung:

Der Laacher See, ein Calderasee in einem erloschen Vulkankrate liegt im Zentrum dieser Vulkanlandschaft. Der landschaftliche Schwerpunkt liegt im Laacher Kessel und den ringsum angrenzenden, älteren basaltischen Tuff- und Schlackenvulkanen, die sich über 400 m ü. NN erheben und den Laacher See mit seinem Tuffkranz überragen. Die Laacher Vulkankuppen sind von einer fast geschlossenen Trachyttuffdecke überzogen. Eine sich am westlichen Rand entlangziehende Geländestufe bildet den Grenzsaum zur Hocheifel. Er wird verstärkt durch einzelne Vulkanberge, z.B. den Hochsimmer (588 m ü. NN). Außer im Randbereich des Laacher Sees ist die Landschaft weist die Landschaft nur einen geringen Waldanteil auf.
Der vorherrschende Nutzungstyp ist Ackerland. Nur ganz vereinzelt wird Grünlandwirtschaft betrieben.
Es bestehen mehrere ausgedehnte NSG in der Landschaft, z.B. rund um den Laacher See und an den Vulkanbergen im Westen der Landschaft. Hier kommen als bemerkenswerte Lebensräume oligotrophe Stillgewässer, Halbtrockenrasen, Wiesen und Wälder mittlerer Standorte und Bruchwälder vor. Das Gebiet um den Laacher See, sowie stillgelegte Basaltgruben im Süden der Landschaft sind als FFH-Gebiet gemeldet. Einem Teil der Landschaft wurde in der Landschaftsrahmenplanung eine besondere Bedeutung zugesprochen und es wurde als Vorbehaltsgebiet für den Schutz des Landschaftsbildes im Regionalen Raumordnungsplan vorgeschlagen.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 25,04 %
Vogelschutzgebiete 12,83 %
Naturschutzgebiete 32,06 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0,9 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 35,8 %


Abgrenzung der Landschaft 'Laacher Vulkane' (29204)

Abgrenzung der Landschaft "Laacher Vulkane" (29204)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
Diesen Steckbrief kommentieren

Letzte Änderung: 01.03.2012

 Artikel drucken