Bundesamt für Naturschutz

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Landschaftssteckbrief

64103 Südheider Moore


Landschaftstyp:

3.1 Gehölz- bzw. waldreiche Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Norddeutsches Tiefland



Fläche:

312 km²



Beschreibung:

Umgeben von den Geestflächen Ostheide und Schmarloh erstreckt sich das Isetal von nördlich Wittingen bis Gifhorn. Der ehemaligen Schmelzwasserrinne fließen noch heute viele Bäche aus der Geest zu. Wasserstauende Böden führten zur weiträumigen Vermoorung der Senke, so dass hochmoorgeprägte Bereiche die Landschaft charakterisieren. Hervorzuheben ist das Große Moor, das mit 4870 ha Ausdehnung von besonderer Bedeutung für den Naturschutz ist, sich jedoch noch immer in Abtorfung befindet. Auf höheren Lagen von lehmigen Sanden und in stark meliorierten Bereichen ist die Ackernutzung möglich, große Flächen werden von Nadelwäldern eingenommen. Die Biotop- und Nutzungsstrukturen auf den Niedermoorstandorten ist sehr unterschiedlich. Es sind sowohl stark strukturierte und kleinflächige Nutzungswechsel aufweisende Bereiche, als auch weiträumigere Grünländer und Nadelforsten vertreten.
Vorherrschende Nutzungen sind Ackerbau und Forstwirtschaft. In Teilbereichen wird noch großflächig industrieller Torfabbau betrieben.
2650 ha des Großen Moores, sowie weitere kleinere Moore sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Das Große Moor ist als Brutgebiet von Wiesenvögeln von nationaler Bedeutung. Die Ise-Niederung oberhalb von Gifhorn ist Fördergebiet des Niedersächsischen Weissstorchprogramms 1. Priorität.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 10,51 %
Vogelschutzgebiete 11,71 %
Naturschutzgebiete 12,8 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 14,78 %


Abgrenzung der Landschaft 'Südheider Moore' (64103)

Abgrenzung der Landschaft "Südheider Moore" (64103)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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Letzte Änderung: 01.03.2012

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