Bundesamt für Naturschutz

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Nature Writing 2018

Deutscher Preis für Nature Writing geht 2018 an Sabine Scho und Christian Lehnert

Scho(c)Holtmann
Lehnert(c)Thomas Klitzsch

Vilm, 17.07.2018 Der Verlag Matthes & Seitz Berlin stiftet im Jahr 2018 zum zweiten Mal den mit 10.000 € dotierten Deutschen Preis für Nature Writing, der jährlich an einen ausgewählte/n deutschsprachige/n Autor/in verliehen wird. Dieses Mal werden zwei Autoren damit bedacht. Bestandteil des Preises ist ein sechswöchiger Schreibaufenthalt auf der Insel Vilm an der Internationalen Naturschutzakademie des Bundesamtes für Naturschutz, der vom Bundesamt gestiftet wird. Während des Aufenthaltes (geplant für 2019) wird die Preisträgerin bzw. der Preisträger die inspirierende Natur und Schönheit der Insel für eigene Arbeiten nutzen und öffentliche Lesungen auf Vilm und Rügen halten.
Empfänger des Stipendiums 2018 sind Sabine Scho und Christian Lehnert, die für ihre Werke bereits mehrfach ausgezeichnet wurden.
„Sabine Scho will sich mit ihren künstlerischen Produktionen in die gesellschaftlichen Diskurse über den Zustand unserer natürlichen Mitwelt und über die Verbindungen unserer menschlichen Natur zu der anderer Lebewesen ›einmischen‹“, so die Jurybegründung. „Zudem sucht sie, in Fortführung der Traditionen des Nature Writing, selbst Naturräume zu eingehenden Erkundungen auf, etwa in Brasilien oder Südafrika. Sie steht mit ihren immer wieder experimentellen künstlerischen Projekten für eine im deutschsprachigen Raum seltene Erarbeitung einer zeitgemäßen Nature Poetry.“
An Christian Lehnerts Gedichten würdigt die Jury insbesondere, dass hier „die Natur mehr als nur Gegenstand der Wahrnehmung und der poetischen Verarbeitung ist. […] Die Prägnanz und Evokationskraft der einzelnen Naturbilder beeindruckt hierbei ebenso wie der souveräne Gebrauch der Odenform, mit der das Mannigfaltige eingefangen, das Unfassbare fassbar gemacht wird.“

Die Preisverleihung findet am 31. August 2018 im Elias-Kuppelsaal in Berlin statt.

Die mit dem Preis ausgezeichnete schriftstellerische Tradition ist eine Form der Prosa oder Poesie, in deren Zentrum die belebte und unbelebte Natur steht. Während Nature Writing seit dem 18. und 19. Jahrhundert vorwiegend im englischsprachigen Raum fest etabliert ist, setzt sich dieses Genre seit den Naturbeschreibungen der Romantik immer stärker auch im deutschsprachigen Raum durch und erfreut sich wachsender Beliebtheit.
Die Vergabe des Schriftstellerpreises trägt sowohl dazu bei, Nature Writing verstärkt im deutschsprachigen Raum zu etablieren als auch den Themen Natur und Naturschutz mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.