Bundesamt für Naturschutz

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Eintrag von Maispflanzenteilen in die Umwelt: Abschätzung der Umweltexposition für die Risikobewertung transgener Pflanzen

FKZ:

3509 89 0300


Laufzeit:

06.07.2009 - 20.06.2012


Problemstellung und Ziele:

Grafik  der  berechneten Pollenkonzentration in und um ein  Maisfeld
Bild eines Pollenmassenfilters (Passivsammler) links und eines Pollenmonitors (Aktivsammler) rechts am Maisfeld
Bild von drei Schmetterlingsraupen (Kleiner Fuchs (Aglais urticae)) auf ihrer Futterpflanze der Brennessel; Schmetterlingsraupen wie diese können durch Bt-Pollen, der sich auf den Blättern ablagert,  beeinträchtigt werden.
Bild von Sammelfallen für Maisstreu in einem Gewässer (Söll), das direkt an ein Maisfeld grenzt.

Die Abschätzung möglicher Wirkungen auf Organismen und Biozönosen in und außerhalb der Anbauflächen ist ein wichtiger Bestandteil der Umweltrisikoprüfung.  Bt-Mais bildet eines oder mehrere Insektengifte so genannte Bt-Toxine in der Pflanze.  Da das Toxin auch im Pollen gebildet wird, besteht die Gefahr, dass das Insektengift mit dem Pollen in umliegende Flächen gelangt und dort Organismen schädigt.    

Mais ist ein Windbestäuber, der sehr große Mengen an Pollen bildet. Dieser wird mit dem Wind in angrenzende Flächen, und damit auch in Randstreifen, naturnahe Habitate und Schutzgebiete verteilt. Lagert sich Bt-Maispollen auf Futterpflanzen von Schmetterlingen ab, werden diese von den Larven aufgenommen.

Die Menge des Pollens und die Toxin-Konzentration im Pollen bestimmen dabei die Exposition der Larven, die von grundlegender Bedeutung für die Risikoabschätzung ist, bei der Exposition, Gefährdungspotential und Eintrittswahrscheinlichkeit zusammengeführt werden müssen. Umso erstaunlicher ist es, dass quantitative Daten zur Exposition zum Großteil fehlen oder nicht mit belastbaren Daten hinterlegt werden können.

Das vorgestellte Vorhaben kann einige dieser Datenlücken schließen und präsentiert zudem Methoden, die in Zukunft dazu verwendet werden können, die Risikoabschätzung und das Risikomanagement von GVO zu verbessern.

 


Forschungsnehmer:

Institut für Ökologie und Naturschutz (IFÖN), Berlin, Christian Unselt

Projektleitung:

Dr. Steffi Ober, Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V., Charitéstr. 3, D-10117 Berlin
Dipl.-Biol. Frieder Hofmann, TIEM Bremen, Ökologiebüro, Rennstieg 25, D-28205 Bremen

Projektpartner

TIEM Integrierte Umweltüberwachung GbR; Northeim/Bremen; Dipl.-Biol. Frieder Hofmann; Dipl.-Forstw. Ulrich Schlechtriemen

Ökologiebüro Bremen; Dipl.-Biol. Frieder Hofmann

Büro Kuhn, Bremen; Dipl.-Biol.‘in Ulrike Kuhn

Ingenieurbüro Janicke, Überlingen; Dr. Ulf Janicke; Dr. Lutz Janicke

Zentrum für Agrarmeteorologische Forschung (ZAMF), Deutscher Wetterdienst DWD), Braunschweig; Dr. Klaus-Peter Wittich

Unter Mitwirkung von:

Freie Universität FU Berlin; PD Dr. Werner Kratz; Dipl.-Geogr.‘in Christina Mante

Fraunhofer ITEM (Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin), Abteilung für Aerosoltechnologie, Hannover; Prof. Dr. Wolfgang Koch

Pollenflug-Nord, Ganderkesee; Dr. Reinhard Wachter

Institut für Erd- und Umweltwissenschaften der Universität Potsdam; Prof. Dr. Boris Schröder; B.Sc. Berry Boessenkool; B.Sc. Susanne Haase; B.Sc. Elaine Niemann; B.Sc. Laura Schiebel; B.Sc. Robert Schütz

 


Ansprechpartner im BfN:

Dr. Mathias Otto; FG II.3.3

Publikationen:

BfN-Skripten 353 (pdf-Datei, 23 MB)

Letzte Änderung: 02.03.2017

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