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Pelecus cultratus (Linnaeus, 1758)

Ziege

bis 40 cm großer, karpfenartiger Fisch

EU-Code: 2522, Anh. II, V

Rote Liste Deutschland: 1 (2009)


Verbreitung

Weltweit gesehen liegt ein Verbreitungsschwerpunkt der Ziege im Bereich der Ostsee und einer im Bereich des Schwarzen Meeres, Asowsches Meeres, Kaspisches Meeres und Aral Sees. In Deutschland kommt sie im Odermündungs- und im Donaubereich vor. Als Wanderfischart benötigt sie neben dem Meer und großen Binnenseen auch Flüsse als Habitat.


Fortpflanzung/Biologie

Die Laichzeit reicht von Mai bis Juni. Die Weibchen steigen in Schwärmen in die Flüsse auf und legen ihre Eier freischwebend ins Wasser ab. Die Laichgebiete müssen gut mit Sauerstoff versorgt sein und eine gewisse Wasserbewegung aufweisen. Ein Weibchen kann je nach Größe zwischen 4.800 und 71.400 Eier ablegen. Es wird mit 4 bis 5 Jahren geschlechtsreif.


Gefährdung

Die Gefährdungsursachen sind weitgehend unbekannt. Da zur Laichzeit Wanderungen flussaufwärts unternommen werden, könnten technische Bauwerke die Wanderung beeinträchtigen und damit zur Gefährdung werden.


Schutz

Da die Gründe für den stattfindenden Bestandsrückgang unklar sind, können keine konkreten Schutzmaßnahmen vorgeschlagen werden. Die Durchgängigkeit der Gewässer sollte generell gefördert werden.


Literaturhinweis

verändert nach:
Steinmann, I. und Vischer-Leopold, M. (2005): Pelecus cultratus (Linnaeus, 1758). In: Petersen, B. und Ellwanger, G. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 3: Arten der EU-Osterweiterung. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(3)

Letzte Änderung: 12.06.2019

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