Dytiscus latissimus Linnaeus, 1758


Breitrand

mit 44 mm Länge größter Schwimmkäfer Europas

EU-Code: 1081, Anh. II, IV

Rote Liste Deutschland: 1 (2011)


Verbreitung

In Europa hat diese Schwimmkäferart ihren Verbreitungsschwerpunkt in der borealen und kontinentalen sowie in Tallagen der alpinen Region. In Deutschland ist sie nach 1980 nur von 8 Fundorten bekannt. Es werden sowohl natürliche als auch anthropogene große Stillgewässer (z.B. Fischteiche, Torfstiche) mit Wasserpflanzen besiedelt.


Fortpflanzung/Biologie

Ende März werden die Eier in lebende Stängel und Blätter von Wasserpflanzen abgelegt. Die Larven schlüpfen bald darauf und verpuppen sich bereits ca. 1,5 Monate später an Land z. B. in feuchten Erdhöhlen unter Moospolstern. Die erwachsenen Käfer schlüpfen ca. einen Monat später. Sie sind nachtaktiv und flugfähig und ernähren sich v. a. von Wasserinsekten.


Gefährdung

In genutzten Gewässern, stellt ein überhöhter Fischbesatz eine Gefahr dar. Beeinträchtigungen sind auch in der fischereilichen Nutzung (Ablassen, Kalken, Entkrauten u. a.) zu sehen. Eine Veränderung der Gewässer z.B. durch zunehmende Beschattung und Nährstoffeintrag kann sich negativ besonders auf die Käfervorkommen in Moor-Wiesen-Komplexen auswirken.


Schutz

Für den Schutz der Art ist die Erhaltung großer, möglichst nährstoffarmer Seen und Teiche mit Wasserpflanzen wichtig. Da es nicht ausreicht, nur die derzeit sehr weit auseinander liegenden Vorkommen zu schützen, müssen verschiedene verbindende Seentypen und Weiher ebenfalls in das Schutzkonzept mit einbezogen werden.


Literaturhinweis

verändert nach:
Hendrich, L. und Balke, M. (2003): Dytiscus latissimus Linnaeus, 1758. In: Petersen, B., Ellwanger, G., Biewald, G., Hauke, U., Ludwig, G., Pretscher, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(1): 378-387.


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